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Den Helder
![]() Flagge |
![]() Wappen |
Provinz | ![]() |
Bürgermeister | Koen Schuiling |
Sitz der Gemeinde | Den Helder |
Fläche – Land – Wasser |
178,83 km² 45,41 km² 133,42 km² |
CBS-Code | 0400 |
Einwohner | 56.551 (1. Jan. 2014[1]) |
Bevölkerungsdichte | 316 Einwohner/km² |
Koordinaten | 52° 57′ N, 4° 46′ O52.9583333333334.7588888888889Koordinaten: 52° 57′ N, 4° 46′ O |
Bedeutender Verkehrsweg | ![]() ![]() ![]() |
Vorwahl | 0223 |
Postleitzahlen | 1781 bis 1789 |
Website | www.denhelder.nl |
Den Helder (niederländische Gemeinde an der Nordseeküste in der Provinz Nordholland. Am 1. Januar 2014 hatte sie laut CBS 56.551 Einwohner.
) ist eineGeographie
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Den Helder liegt an der nördlichen Spitze der Halbinsel Nord-Holland, etwa 80 km nördlich von Amsterdam. Von hier aus gelangt man mit einer Autofähre zur benachbarten Westfriesischen Insel Texel. Südlich von Den Helder schließt sich die Gemeinde Schagen, südöstlich die Gemeinde Hollands Kroon an.
Zwischen Den Helder und Texel liegt das Marsdiep, der einzige Zugang für größere Schiffe von der Nordsee zum IJsselmeer und somit zu den früher wichtigen Handelsstädten und -häfen Hoorn, Enkhuizen und Amsterdam. Die meisten Einwohner der Gemeinde Den Helder, circa 44.000, wohnen in der gleichnamigen Stadt. Die anderen Einwohner der Gemeinde wohnen im Ortsteil Julianadorp (rund 15.000) und im nostalgischen Walfängerdorf Huisduinen (ungefähr 1.000). Neben diesen beiden Dörfern gehören zu Den Helder noch die Bauernschaften De Kooy, Friese Buurt, Noorderhaven und Blauwe Keet sowie das Feriendorf Julianadorp aan Zee.
Den Helder bietet sieben Kilometer Strand, Wälder und Dünen, prächtige Weiden, Polderlandschaften und Wattgebiete.
Klima
Den Helder gehört zu den niederländischen Gemeinden mit den meisten Sonnenstunden im Jahr[2]. Gleichwohl wird das Wetter stark von der Nordsee geprägt.
Den Helder, Niederlande | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Den Helder, Niederlande
Quelle: knmi.nl (Klimaatatlas van Nederland, normaalperiode 1971–2000), ISBN 90389 1191 2 KNMI[3] NLweer.com[4] [2]
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Geschichte
Auf Texel versorgten sich über Jahrhunderte die Schiffe der Niederländischen Ostindien-Kompanie mit Nahrung und Frischwasser, bevor sie ihre lange Reise nach Ost-Indien antraten.
Den Helder hatte von jeher eine große strategische Bedeutung und besitzt noch immer einen großen Marinehafen. Die stark befestigte Stadt bot mit ihren vielen Kanonen feindlichen Schiffen, die es auf die reichen Städte an der Zuiderzee (dem heutigen IJsselmeer) abgesehen hatten, einen äußerst wehrhaften Eindruck. Daher der Name „Den Helder“, der sich von Den Helsdeur ableitet. Übersetzt bedeutet das „Zum Höllentor“. Es gibt noch eine andere Version zur Entstehung des Namens: Die frühen Einwohner hatten immer mit der Naturgewalt der Nordsee zu kämpfen und gaben deshalb ihrer wilden Heimat diesen Namen.
Die frühen Bewohner Den Helders, Bauern und Fischer, besserten ihren Lebensunterhalt durch „jutten“ auf. Das heißt sie suchten die Strände nach brauchbarem Treibgut ab. Auch wurden in stürmischen Nächten falsche Leuchtfeuer gelegt, um Schiffe zum Stranden zu bringen und sie dann zu plündern und die Besatzung auszurauben. Jutter waren demnach Strandräuber, die auch Tote in Kauf nahmen. Den Helder wird auch Nieuwediep genannt. Die Einwohner sind als Nieuwediepers oder Jutters (sprich Jötters) bekannt in Verklärung der Vergangenheit.
Wirtschaft und Infrastruktur
Für die Blumenzwiebelzucht befinden sich die größten zusammenhängenden Blumenzwiebelgebiete der Welt entlang des Dünenrandes in Den Helder und Umgebung.
Der stetig wachsende Tourismus (1,5 Millionen Übernachtungen 2005) sorgt für weitere Arbeitsplätze.
Hafen
Durch die direkte Verbindung mit dem offenen Meer und durch eine gute Erreichbarkeit sowohl vom Nordosten (Deutschland und Skandinavien) als auch vom Süden (Amsterdam und Schiphol) aus ist der Hafen von Den Helder für den Umschlag vom Meer zum Binnengewässer und Schienennetz optimal geeignet.
Größter Arbeitgeber der Marinestadt ist die seit 1815 ansässige Königliche Marine und deren verwandte Bereiche.
Viele Versorgungsfahrten zu den Bohrplattformen in der Nordsee starten vom Hafen Den Helder aus.
Dem Fischfang steht eine der modernsten Fischauktionen Europas zur Verfügung.
Die Fähren von Teso nach Texel legen vom Anleger in Den Helder ab.
Flughafen
Der Flughafen Den Helder wird hauptsächlich von Helikoptern genutzt, die täglich zu den Bohrinseln in der Nordsee fliegen. 1996 waren es allein 14.000 Helikopterflüge, im Jahr 2003 erhielt der Flughafen von der niederländischen Regierung die Genehmigung, die Zahl auf 20.000 zu erhöhen[5]. Diverse Flugzeuggesellschaften betreuen immer häufiger Fracht-, Charter- und Geschäftsreisen ins Ausland. Der Ausbau des Flughafens sorgt für eine ständig wachsende Betriebsamkeit.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
In Den Helder befinden sich:
- das Käthe-Kruse-Spielzeug- und Puppenmuseum (geschlossen seit Januar 2013)[6]
- der Botanische Pflanzengarten De Oranjerie
- der Museumshafen Willemsoord („Alte Reichswerft Willemsoord“) mit
- dem dortigen Rettungsbootmuseum Dorus Rijkers sowie
- dem dortigen Marinemuseum
- das Museum Fort Kijkduin
Galerie
Söhne und Töchter der Stadt
- Marleen Barth (*1964), niederländische Politikerin und Journalistin
- Karel P.C. de Bazel, niederländischer Architekt
- Gerardus 't Hooft, niederländischer Physiker
- André Jolles, niederländischer Literaturwissenschaftler
- Ed Nijpels, niederländischer Politiker
- Anton Pieck, niederländischer Maler, Zeichner und Grafiker
- Erwin Koen, niederländischer Fußballspieler
- Rijkman Groenink, niederländischer Bankier, Vorstandsvorsitzender von ABN Amro
- Henri Christiaan Pieck, auch genannt Den Helder, Maler, Architekt und Grafiker, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Häftling im KZ Buchenwald, und Mitglied der niederländischen Widerstandsgruppe
Städtepartnerschaft
Lüdenscheid, Deutschland (Nordrhein-Westfalen) seit 1980 |
Weblinks
Anmerkungen
- ↑ 12.04.2014 – Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
- ↑ 2,0 2,1 Quelle: Infobroschüre info 2007, VVV Niederlande
- ↑ http://www.knmi.nl
- ↑ http://www.nlweer.com
- ↑ Jacobus Hofstede und andere: "Human Activities" in: Wadden Sea Ecosystem Nr. 19 - 2005 S. 34 als pdf
- ↑ DagjeWeg.NL [1]
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