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Rotlichtmilieu
Das Rotlichtmilieu ist eine soziale Umgebung, ein Milieu, welches im Umfeld des sexorientierten Gewerbes, etwa der Prostitution, anzutreffen ist und oft seinen Schwerpunkt in einem Rotlichtviertel hat. Der Begriff wird in der Regel wie auch der Begriff Rotlicht als Synonym für Sexarbeit und Sexindustrie negativ wertend benutzt.
Bestandteile
Dem Rotlichtmilieu zugeordnet werden neben den Prostituierten die Eigentümer, Betreiber und Mitarbeiter von Bordellen, Striptease-Bars und teilweise von Sexshops und Table-Dance-Bars, die Zuhälter, Menschenhändler, teilweise auch Dealer, Hehler usw.
Größere Ketten im Bereich von Filmen und Zubehör, etwa die von Beate Uhse gegründete Firma mit dem gleichnamigen Sexversand und Orion, haben es geschafft, Sex außerhalb des Rotlichtmilieus zu kommerzialisieren. Im Bereich der Table-Dance-Bars versuchen Betriebe wie das Dollhouse den gleichen Weg einzuschlagen, um neue Kundenschichten zu erschließen. Es wird eine Politik der Abgrenzung von der Prostitution betrieben. Damit soll der Betrieb seriöser erscheinen und eine größere Zahl von potenziellen Kunden ansprechen, nämlich auch diejenigen, die sich vom Rotlichtmilieu abgestoßen fühlen.
Mit dem Begriff „Rotlichtmilieu“ wird meist auch kriminelles Verhalten (z. B. Drogenhandel, Menschenhandel, Erpressung) assoziiert. Der Kampf um Vorherrschaften steht im Wettbewerb zwischen einheimischen Gruppen, ethnischen Gruppen und Motorradclubs. In Deutschland wird von Organisierter Kriminalität gesprochen.[1]
Über ehemalige Kölner „Rotlichtkönige“' drehte 2011 der Filmemacher Peter F. Müller den Dokumentationsfilm Wir waren das Miljö.[2]
Siehe auch
Weblinks
- Lageberichte des deutschen Bundeskriminalamtes
Einzelnachweise
- ↑ Lagebericht Organisierte Kriminalität de Bundeskriminalamtes 2005, Gliederungspunkt 3.5.6 (PDF; 161 kB)
- ↑ Kölner Stadtanzeiger vom 4./5. Juni 2011, Seite 36 f. Auf DVD erhältlich.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Rotlichtmilieu aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar. |