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Werfen
Werfen | ||
---|---|---|
Basisdaten | ||
Staat: | Österreich | |
Bundesland: | Salzburg | |
Politischer Bezirk: | St. Johann im Pongau | |
Kfz-Kennzeichen: | JO | |
Fläche: | 153,26 km² | |
Koordinaten: | 47° 29′ N, 13° 11′ O47.47513.188888888889548Koordinaten: 47° 28′ 30″ N, 13° 11′ 20″ O | |
Höhe: | 548 m ü. A. | |
Einwohner: | 3.027 (1. Jän. 2018) | |
Bevölkerungsdichte: | 20 Einw. pro km² | |
Postleitzahl: | 5450 | |
Vorwahl: | 06468 | |
Gemeindekennziffer: | 5 04 24 | |
Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Markt 24 5450 Werfen | |
Website: | ||
Politik | ||
Bürgermeister: | Franz Meißl (SPÖ) | |
Gemeinderat: (2009) (19 Mitglieder) |
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![]() Werfen von der Burg Hohenwerfen | ||
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) |
Die Marktgemeinde Werfen mit 3027 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) liegt im Pongau, etwa 40 km südlich von Salzburg in Österreich.
Geografie
Die Gemeinde liegt im Pongau im Salzburger Land zwischen Tennen-, Hagengebirge und Hochkönig im Salzachtal. Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Werfen, seit 2003 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Sankt Johann im Pongau.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die größte Eishöhle der Welt, die Eisriesenwelt.
Zum 154 km² umfassenden Gemeindegebiet von Werfen gehören auch die Ortschaften Tenneck (mit Blühnbach) und Imlau sowie Reitsam, Scharten, Sulzau und Wimm.
Geschichte
Werfen ist einer der ältesten Märkte im Salzburger Land. Er wurde zwischen 1190 und 1242 gegründet. Werfen war Sitz eines salzburgischen Pfleggerichtes. Während der Bauernkriege 1525/26 wurde Werfen kampflos von den Aufständischen eingenommen. 1731/32 kam es zu einer großen Protestantenvertreibung: Auf Grund ihrer Zugehörigkeit zum protestantischen Glauben wurden 20.000 Menschen per Dekret des Fürstbischofs des Landes verwiesen (Salzburger Exulanten). König Friedrich Wilhelm I. von Preußen wies den Flüchtigen in Ostpreußen neues Land zu. Am 25. Juli 1928 wurde nach nur einjähriger Bauzeit auf dem 1630 m hohen Rettenbachriedel zum Gedenken an die Vorfahren die Ostpreußenhütte eingeweiht. [1]
Nach Auflösung des geistlichen Fürstentums Salzburg kam Werfen mit dem größten Teil des salzburgischen Gebiets 1816 zu Österreich. 1939 wurde der Ort Konkordiahütte in Tenneck umbenannt. Der Ortsteil Tenneck wurde vom Eisenwerk Sulzau/Werfen sehr stark geprägt.
Werfen liegt unterhalb der Burg Hohenwerfen, die als Burg der Salzburger Erzbischöfe auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Die Festung Hohenwerfen wurde 1931 durch einen Großbrand teilweise zerstört, dann wieder aufgebaut und am 6. August 1938 der NSDAP übergeben, um unter Landrat Karl Springenschmied zur Gauschulungsburg umgewandelt zu werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie bis 1987 von der österreichischen Bundesgendarmerie als Ausbildungsstätte genützt.
Heute ist Werfen ein bekannter Sommertourismusort.
Politik
Bürgermeister (2005) ist Franz Meißl (SPÖ)
Wappen
Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:
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Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Eisriesenwelt: die größte Eishöhle weltweit und die bekannteste Sehenswürdigkeit von Tenneck
- Festung Hohenwerfen
- Pfarrkirche zum hl. Apostel Jakobus dem Älteren: erbaut von 1652-1657
- Kapuzinerkirche Mariahilf
- Brennhof: mit einzigartigem Laubengang, wurde als Sitz von Erzbischof Johann Franz Graf Khuen von Belasi genutzt
- Pfleggerichtsgebäude: ein Bau aus dem 15. Jahrhundert, der 1531 unter Kardinal Matthäus Lang grundlegend aus- und umgebaut wurde. Die historischen Kuenburggewölbe werden als Veranstaltungsräume genutzt.
- :In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden hier berühmte Filme wie Agenten sterben einsam oder Teile von The Sound of Music gedreht. Auch weniger bekannte Filme wie Kinderarzt Dr. Fröhlich mit Roy Black oder Frankensteins Tante wurden hier produziert.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter:
- Josef Struber (* 13. Februar 1773 in Stegenwald/Werfen; † 19. Juli 1845), Schützenhauptmann (später Major) und Gastwirt in Stegenwald; verteidigte 1809 erfolgreich den Pass Lueg gegen die französisch-bayrischen Truppen Napoleons
- Ferdinand Sauter (* 1804 in Werfen † 1854 in Hernals b. Wien), Dichter und Sohn des erzbischöflichen Pflegers von Werfen
- Cyriak Schwaighofer (* 7. April 1950 in Werfen), Politiker
Personen mit Beziehung zur Gemeinde:
- Albert Hochleitner (* 30. Januar 1893 in Blühnbach; † 8. Mai 1964 in Wien), ehem. Landeshauptmann von Salzburg
Sonstiges
Nach dem Ort Werfen ist die Gesteinsformation der Werfener Schichten benannt.
Am 29. September 2006 fand in Werfen die Angelobung von über 500 Grundwehrdienern des Österreichischen Bundesheeres statt. Dies war der ET 09-06 sowie, erstmals gleichzeitig, die Angelobung von 9 Schützen der Salzburger Schützengilde.
Am 1. August 2009 wurde an der Salzach bei Werfen ein weiteres Laufwasserkraftwerk der Salzburg AG mit einer jährlichen Gesamterzeugung von 76,5 Mio. kWh eröffnet. Der Bau dauerte 3 Jahre und kostete ca. 63,5 Mio. Euro.
Weblinks
- Webseite der Gemeinde
- 50424 – Werfen. Gemeindedaten, Statistik Austria.
- Eintrag über Werfen im: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz - online (auf AEIOU)
Nachweise
Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Bezirk St. Johann im PongauVorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Werfen
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