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Hermann Küttner

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Hermann Küttner (geb. 10. Oktober 1870 in Berlin; gest. 10. Oktober 1932 in München) war ein deutscher Chirurg und Hochschullehrer.

Leben

Hermann Küttner studierte an den Universitäten Tübingen, Erlangen und Kiel Medizin. In Tübingen wurde er 1889 Mitglied des Corps Suevia.[1] 1894 wurde er von der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen zum Dr. med. promoviert. Seine ärztliche Weiterbildung erhielt er zunächst in Anatomie bei Heinrich Wilhelm Waldeyer, dann in Chirurgie bei Paul von Bruns. 1907 habilitierte er sich Tübingen in Chirurgie. 1900 wurde er in Tübingen zum außerordentlichen Professor für Chirurgie ernannt. 1904 wechselte er an die Universität Marburg, wo er 1906 zum ordentlichen Professor berufen wurde. 1907 erhielt er den Ruf auf den Lehrstuhl für Chirurgie der Universität Breslau. Die Professur hatte er bis zu seinem Tod inne.

Küttner galt als glänzender Operateur. Er entwickelte verschiedene neue Operationsverfahren. Als Nachfolger von Johann von Mikulicz entwickelte er in Breslau die orthopädische Chirurgie weiter. 1914 organisierte er zusammen mit William Stewart Halsted von der Johns Hopkins University den ersten internationalen Austausch in der chirurgischen Ausbildung.[2] In seinen wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigte er sich mit chirurgischen Erkrankungen im Bereich des Hirn- und Gesichtsschädels. Als Chirurg leistete er Otfried Foerster Hilfestellung bei der Begründung der Neurochirurgie. Auf ihn geht die traumatologische Beschreibung des Granuloma teleangiectodes

Als Delegierter des Deutschen Roten Kreuzes führte er im griechisch-türkischen, im Burenkrieg und beim Boxeraufstand die Röntgendiagnostik in die Kriegschirurgie ein. 1927 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Er ist der Namensgeber für den Küttner-Tumor der Speicheldrüse.

Auszeichnungen

  • Ernennung zum Geheimen Medizinalrat[1]

Schriften

Literatur

  • Küttner, Hermann in Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft - Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Erster Band, S. 1051, Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930
  • Markwart Michler: Küttner, Hermann. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 13, Duncker & Humblot, Berlin 1982, S. 241 f. (Onlinefassung).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Kösener Corpslisten 1930, 129, 444
  2. IM Rutkow, K. Hempel: An experiment in surgical education-the first international exchange of residents. The letters of Halsted, Küttner, Heuer, and Landois. In: Archives of Surgery, 123. Jahrgang, Heft 1, Jan 1988, S. 115-21.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Hermann Küttner aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.