Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Michael Harari

Aus Jewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Michael „Mike“ Harari (geb. 1927 in Tel Aviv; gest. 21. September 2014 ebenda) war ein Angehöriger des israelischen Geheimdienstes Mossad. Harari war unter anderem an der von Golda Meir befohlenen Operation Zorn Gottes beteiligt, mit der Israel auf die Geiselnahme von München reagierte.

Leben

Harari begann seine Geheimdiensttätigkeit im Zusammenhang mit der illegal jüdischen Einwanderung nach Völkerbundsmandat für Palästina nach dem Zweiten Weltkrieg. Er brachte danach einige Zeit in den israelischen Streitkräften und in der militärischen Aufklärung Schin Bet zu, bevor er in den 1960er Jahren vom Mossad angeworben wurde.

In dieser Zeit war Harari Vorgesetzter von israelischen Geheimagenten in Europa und schließlich wurde er zum Chef der Operationsabteilung befördert. In jener Zeit baute er die Operation Zorn Gottes auf und führte auch das Team, das 1973 im norwegischen Lillehammer ein Attentat auf den Chef der Untergrundorganisation Schwarzer September durchführen sollte. Es stellte sich heraus, dass das Team anstelle von Ali Hassan Salameh den unbeteiligten marokkanischen Kellner Ahmed Bouchiki tötete.[1] Die norwegischen Behörden nahmen einige Mitglieder von Hararis Gruppe fest, er selbst konnte mit acht weiteren nach Israel entkommen. Ein norwegisches Strafverfahren wurden im Januar 1999 aufgrund des Mangels an Beweisen eingestellt.[2]

Harari war an der Vorbereitung der Operation Thunderbolt im Juli 1976 beteiligt, bei der die Geiseln aus einem entführten Verkehrsflugzeug auf dem Flughafen Entebbe befreit wurden. Harari hatte unter der Identität eines italienischen Geschäftsmannes den Flughafen ausgekundschaftet und die Benutzung von Luftwaffenbasen in Kenia zum Wiederauftanken bei der Rückkehr der israelischen Flugzeuge sichergestellt. Im Januar 1979 führte Harari das Team, welches Ali Hassan Salameh in Beirut mit einer Autobombe tötete.

Später wurde Harari Stationschef des Mossad für Lateinamerika in Mexiko-Stadt.[3] Den Angaben zufolge nahm er dann seinen Abschied, aber es ist nicht bekannt, ob alle Geheimdienstverbindungen abgebrochen wurden, bevor er nach Panama ging.

Kurz vor der US-Invasion in Panama 1989 zur Absetzung von Manuel Noriega kehrte Harari nach Israel zurück. Bei einem Fernsehauftritt wies er zurück, ein naher Berater Noriegas gewesen zu sein und dass er aus eigenem Antrieb in seine Heimat zurückgekehrt war.[4]

In Steven Spielbergs Verfilmung der Thematik um die Operation Zorn Gottes aus dem Jahr 2005, dem Film München, wurde Harari von Moshe Ivgi dargestellt.

Literatur

  • Black, Ian und Morris, Benny. Israel's Secret Wars: A History of Israel's Intelligence Services. New York: Grove Press. 1991. ISBN 0-8021-1159-9. S. 276.
  • Reeve, Simon. One Day in September. New York. Arcade Publishing. 2000. ISBN 1-55970-547-7
  • Scott, Peter Dale und Marshall, Jonathan. Cocaine Politics: Drugs, Armies, and the CIA in Central America. Los Angeles. University of California Press. 1991. ISBN 0-520-21449-8. S. 73-74.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. The Guardian: Norway solves riddle of Mossad killing
  2. Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor. Norway Report on Human Rights Practices. Veröffentlichung des U.S. State Department vom 23. Februar 2000.
  3. Fredrick Kempe: Divorcing the Dictator: America's Bungled Affair with Noriega. I.B.Tauris. 1990. Seite 119–120.
  4. Israeli Denies He Served as Noriega Adviser, The New York Times, 7. Januar 1990. Abgerufen am 22. Oktober 2008.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Michael Harari aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.