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Ted Cruz
Rafael Edward „Ted“ Cruz (* 22. Dezember 1970 in Calgary, Alberta, Kanada) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Er ist seit Januar 2013 Senator für Texas im Senat der Vereinigten Staaten.
Laufbahn
Cruz erlangte seinen College-Abschluss in Princeton und studierte anschließend Jura in Harvard,[1] wo er Erster Herausgeber der Harvard Law Review war.[2] Nach dem Studium arbeitete er u. a. als Rechtsreferendar (law clerk) für den Obersten Richter am United States Supreme Court, William H. Rehnquist[3] und als Generalstaatsanwalt (Solicitor General) für Texas.
Seit dem 3. Januar 2013 ist Cruz Senator im US-Senat für den Bundesstaat Texas. Er ist der erste Hispanic, der den US-Bundesstaat Texas im Senat der Vereinigten Staaten vertritt. Sein Vater war kubanischer politischer Gefangener und floh 1957 in die Vereinigten Staaten. Heute arbeitet er als Pastor in Dallas.[4]
Cruz steht der Tea-Party-Bewegung nahe und wurde von dieser bei der Senatswahl unterstützt. Nachdem die bisherige Senatorin Kay Bailey Hutchison im Januar 2011 bekanntgegeben hatte, auf eine Wiederwahl zu verzichten, erklärte Cruz seine Kandidatur. Dabei setzte er sich in der parteiinternen Vorwahl gegen den texanischen Vizegouverneur David Dewhurst durch und siegte bei der Senatswahl am 6. November 2012 gegen den demokratischen Herausforderer Paul Sadler mit 56,6 Prozent.
Im März 2015 kündigte Ted Cruz an, dass er für die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 als Kandidat der Republikaner antreten wolle.[5]
Politische Positionen
Cruz sprach sich gegen die Ernennung John Kerrys als Außenminister aus.[6] Er ist ein entschiedener Verteidiger des von der amerikanischen Verfassung garantierten Grundrechts auf Waffenbesitz.[7] Bei der Conservative Political Action Conference im Februar 2015 erklärte Cruz, sollte er US-Präsident werden, werde er die Steuern auf Bundesebene ebenso abschaffen wie die allgemeine Krankenversicherung (Obamacare); die Aufgaben und Befugnisse der Umweltschutzbehörden wolle er stark einschränken.[8]
In der Einwanderungspolitik versucht Cruz eine mittlere Position einzunehmen. So lehnte er den überparteilich ausgearbeiteten Kompromiss-Vorschlag zur Reform der Einwanderungsgesetzgebung ab. Einerseits wendet er sich gegen die unter anderem im Kompromiss-Vorschlag vorgesehene Vergabe der Staatsbürgerschaft an illegale Einwanderer und fordert eine stärkere Bewachung der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko. Andererseits lehnt er auch eine Ausweisung der illegalen Einwanderer ab, möchte für diese Einwanderer-Klientel Möglichkeiten zum legalen Aufenthalt ohne Staatsbürgerschaft schaffen und fordert darüber hinaus eine Liberalisierung der legalen Einwanderung durch unter anderem eine Erhöhung der jährlich vergebenen Greencards.[9]
Cruz lehnt Abtreibungen ab, sofern durch die Schwangerschaft das Leben der Mutter nicht gefährdet wird.[10] Cruz befürwortet eine bundesgesetzliche Definition des Ehe-Begriffs und lehnt die gleichgeschlechtliche Ehe ab.[11]
Cruz ist der Meinung, dass die USA niemanden im Bürgerkrieg in Syrien unterstützen sollten.[12]
Cruz ist ein Gegner der Anhebung des Schuldenlimits. Seiner ablehnenden Haltung blieb er auch treu, nachdem sich der Senat infolge des Etatstreits im Oktober 2013 auf einen Etat-Kompromiss geeinigt hatte.[13] Am 25. September 2013 hielt er eine 21-stündige Dauerrede im Senat (Filibuster) mit dem Ziel, die Abstimmung über die von ihm abgelehnte Gesundheitsreform von Präsident Obama zu verzögern.[14]
Weblinks
- Ted Cruz im Biographical Directory of the United States Congress
- Persönliche Homepage
Einzelnachweise
- ↑ [1]
- ↑ [2]
- ↑ [3]
- ↑ http://frontpagemag.com/2013/frontpagemag-com/senator-ted-cruz-confronting-the-threat-of-radical-islam/
- ↑ Ted Cruz will ins Weiße Haus, Die Welt vom 23. März 2015.
- ↑ Kerry’s doctrinaire liberal foreign policy. , The National Review, 8. Oktober 2004. Abgerufen am 9. Oktober 2013.
- ↑ Ted Cruz: My GOP Senate colleagues yelled at me for wanting to filibuster gun control. , 29. April 2013. Abgerufen am 17. August 2013.
- ↑ http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/amerika-leistungsschau-der-konservativsten-13454888-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
- ↑ Jay Root, Julian Aguliar. Cruz Tries to Claim the Middle Ground on Immigration. In: The New York Times: 13 September 2013.
- ↑ Barnhart, Melissa. 27. Juni 2013. Pro-Life Sen. Ted Cruz of Texas to Speak at National Right to Life Convention in Dallas. The Christian Post. Abgerufen: 25. September 2013.
- ↑ Ted Cruz on Civil Rights. On The Issues. Abgerufen am 27. Juli 2013.
- ↑ http://www.economist.com/news/united-states/21585011-president-makes-case-pulling-trigger-bomb-or-not-bomb America and Syria: To bomb, or not to bomb?
- ↑ Jonathan Weisman, Ashley Parker. Republicans Back Down, Ending Crisis Over Shutdown and Debt Limit. In: The New York Times. 16. September 2013
- ↑ Tina Hassel: Republikaner spricht im US-Senat: Dauerrede gegen Obamacare. tagesschau.de, abgerufen am 26. September 2013.
Vorlage:Navigationsleiste US-Senatoren aus Texas
Personendaten | |
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NAME | Cruz, Ted |
ALTERNATIVNAMEN | Cruz, Rafael Edward (vollständiger Name) |
KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Politiker (Republikanische Partei) |
GEBURTSDATUM | 22. Dezember 1970 |
GEBURTSORT | Calgary, Alberta, Kanada |
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Ted Cruz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar. |