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Titus

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Titus (Begriffsklärung) aufgeführt.

Titus (geb. 30. Dezember 39 in Rom; gest. 13. September 81 in Aquae Cutiliae) war als Nachfolger seines Vaters Vespasian der zweite römische Kaiser der flavischen Dynastie. Er regierte vom 24. Juni 79 bis zu seinem Tod im Jahr 81. Sein vollständiger Geburtsname war – wie der seines Vaters – Titus Flavius Vespasianus; als Kaiser führte er den Namen Imperator Titus Caesar divi Vespasiani filius Vespasianus Augustus.

Nach dem Herrschaftsantritt seines Vaters beendete Titus als militärischer Oberbefehlshaber den Jüdischen Krieg, bei dem Jerusalem und sein Tempel zerstört wurden. Für seinen Sieg wurde er mit einem Triumphzug und dem Titusbogen geehrt. Aus der Kriegsbeute finanzierten die Flavier ihre Baupolitik in Rom, Titus selbst ließ das Kolosseum vollenden.

Obwohl er während seiner zweijährigen Regierungszeit keine eigenständige Politik entfalten konnte, wurde Titus von der antiken Geschichtsschreibung als idealer Herrscher gerühmt. Neben dem ausgesprochen guten Verhältnis zwischen Senat und Kaiser, durch das er sich diametral von seinem Nachfolger Domitian unterschied, waren für dieses günstige Bild auch die denkwürdigen Wohltaten des Titus ausschlaggebend. Nachdem im Jahr 79 der Vesuv ausgebrochen war, leitete er die Hilfsmaßnahmen ein, ebenso im darauf folgenden Jahr nach einem Brand in der Stadt Rom. Die moderne Forschung diskutiert insbesondere seine Rolle bei der Zerstörung des Jerusalemer Tempels.

Leben bis zum Herrschaftsantritt

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Vespasian, der Vater des Titus

Herkunft und Jugend

Titus wurde am 30. Dezember 39[1] in Rom als ältester Sohn des Vespasian und der Flavia Domitilla geboren. Titus hatte eine Schwester, die ebenfalls Flavia Domitilla hieß, und einen jüngeren Bruder, Domitian, der ihm 81 im Amt des Kaisers folgte.

Die Familie seines Vaters stammte aus dem Sabinerland und war zunächst wenig bedeutend.[2] Dies änderte sich unter Kaiser Claudius, der neben Freigelassenen auch den Ritterstand begünstigte. Unter ihm durchlief Vespasian in schneller Folge die Ämter des Cursus honorum und legte so den Grundstein für den Aufstieg der Flavier zur Kaiserdynastie.[3] Kaiser Claudius zeichnete Vespasian für seine Leistungen als Kommandant der Legio II Augusta mit den Triumphalinsignien (ornamenta triumphalia) aus. Titus Flavius Sabinus, sein älterer Bruder, erreichte bald das Amt des Stadtpräfekten von Rom und sollte in dieser Funktion in der Hauptstadt gemeinsam mit dem jungen Domitian die Machtübernahme Vespasians vorbereiten.[4] Als Triebfeder des sozialen Aufstiegs der Flavier gilt Vespasia Polla, die Großmutter des Titus, die ihre Söhne Sabinus und Vespasian drängte, die senatorische Ämterlaufbahn einzuschlagen.[5]

Vespasians Aufstieg ermöglichte Titus eine Erziehung am Hof des Kaisers Claudius gemeinsam mit dessen eigenem Sohn Britannicus, die beide von Sosibius unterrichtet wurden.[6] Mit Britannicus war Titus freundschaftlich verbunden, bis dieser 55 überraschend auf einem Gelage verstarb. Möglicherweise hatte der neue Kaiser Nero die Vergiftung des potenziellen Thronrivalen anordnen lassen.[7] Titus selbst schadete der Tod des Britannicus keineswegs. Dank seiner fundierten Kenntnis griechischer und römischer Autoren, seiner Redebegabung und nicht zuletzt der hohen Stellung seines Vaters, der mittlerweile ein Suffektkonsulat bekleidet hatte, durfte Titus vielmehr auf eine glänzende politische Laufbahn hoffen. Für seinen Jugendfreund Britannicus ließ Titus später zwei Statuen erstellen. Eine davon bestand aus Gold und war im Kaiserpalast aufgestellt.[8]

Aufstieg unter Nero und Vespasian

Kaiser Nero

Nach ersten Tätigkeiten in niedrigeren Ämtern, von denen nichts Genaues bekannt ist, diente Titus ab 61 als Militärtribun in Obergermanien und Britannien. In diesen Provinzen hatte sein Vater zwanzig Jahre zuvor als Legat römische Truppen kommandiert. Titus selbst wurde dort laut Sueton[9] durch zahlreiche Statuen geehrt. In Britannien teilte er ein Quartier mit dem älteren Plinius. Während dieser Zeit soll Titus Vespasian einmal das Leben gerettet haben. Dies berichtet zumindest Cassius Dio.[10] Diese Nachricht scheint jedoch eher auf die bei späteren Autoren hervortretende Tendenz zur Idealisierung des Titus zurückzugehen.

Titus kehrte 64 aus Britannien nach Rom zurück. Dort arbeitete er als Anwalt und übernahm die üblichen Ämter eines jungen Senators. Noch in diesem Jahr, in das auch der mit den ersten Christen in Verbindung gebrachte Brand Roms fiel, heiratete er Arrecina Tertulla. Über die Herkunft und die Familie seiner ersten Gattin ist nur wenig bekannt, ihr Vater, Marcus Arrecinus Clemens, war Prätorianerpräfekt unter Caligula. Sie starb bereits wenige Monate nach der Hochzeit, vielleicht nach der Geburt der Tochter Iulia. Iulia könnte jedoch auch die Tochter der zweiten Ehefrau des Titus sein, der Marcia Furnilla, die aus der reichen Familie eines früheren Prokonsuls von Africa stammte. Marcia war die Nichte des Quintus Marcius Barea Soranus, der als Mitglied der senatorischen Opposition gegen Nero in den Tod getrieben wurde. Möglicherweise fürchtete Titus aufgrund dieser Verwandtschaft um sein eigenes Leben oder zumindest um seine Karriere, die Ehe wurde bald darauf geschieden. Vermutlich im Jahr 66 bekleidete Titus die Quästur.

Der Jüdische Krieg

In der römischen Provinz Judäa führten verschiedene Faktoren im Jahr 66 zu einem Aufstand der dort ansässigen Juden: Die Steuern waren erdrückend, und die römischen Statthalter nutzten ihre Amtsgewalt aus, um die Provinzialen zu erpressen. Auch die verschiedenen Provokationen gegenüber der jüdischen Religion, die in ihrem Monotheismus mit der römischen Staatsreligion unvereinbar war, trugen zur Eskalation bei. Als römische Reaktion wurde im Herbst 66 der syrische Legat Gaius Cestius Gallus mit 12.000 Legionären und zahlreichen Hilfstruppen nach Jerusalem geschickt.[11] Gallus musste sich jedoch unter hohen Verlusten zurückziehen; aus dem lokalen Aufstand war der Jüdische Krieg geworden.

Mit der Führung dieses Krieges beauftragte der in Griechenland weilende Kaiser Nero Vespasian, obwohl dieser zeitweise bei ihm in Ungnade gefallen war. Als Gründe für seine Berufung nennt Sueton Vespasians Tüchtigkeit und Erfahrung und vor allem, dass er wegen seiner einfachen Herkunft in den Augen Neros keine Gefahr darstellte.[12] Der sechsundzwanzigjährige Titus begleitete seinen Vater.

Vespasians Heer war erheblich größer als das des Cestius. Es bestand neben drei Legionen aus 23 Auxiliarkohorten, Reiterabteilungen sowie 15.000 Mann Hilfstruppen der verbündeten orientalischen Fürsten. Insgesamt verfügte Vespasian inklusive Hilfstruppen über ein Heer von etwa 60.000 Mann.[13] Die Größe des Heeres und die wichtige Position des noch recht unerfahrenen Titus, der bisher noch nicht einmal Prätor gewesen war, zeigen das Vertrauen, das der Kaiser in die beiden Flavier setzte. Titus befehligte als Legat die legio XV Apollinaris. Er belagerte 67 Iotapata und eroberte Iapha, außerdem war er an den Kampfhandlungen um Gischala, Tiberias, Tarichea und Gamala beteiligt. Während der Belagerung von Iotapata wurde der jüdische General Iosephus gefangen genommen. In seiner Gefangenschaft prophezeite dieser dem Vespasian das Kaiseramt und wurde nach Ausrufung Vespasians zum Kaiser freigelassen. An der späteren Eroberung Jerusalems durch Titus nahm er auf römischer Seite teil und verfasste sein Werk De Bello Iudaico. Das Geschichtswerk des seit seiner Freilassung als Flavius Josephus bekannten Autors zählt zu den wichtigsten Quellen für die frühe römische Kaiserzeit und ist die Hauptquelle für den Jüdischen Krieg. Bis zum Mai/Juni 69 waren alle abgefallenen Städte zurückerobert. Abgesehen von den Festungen Herodeion, Machairos und Masada war Jerusalem isoliert.

Das Vierkaiserjahr

Nach Beginn des Jüdischen Krieges stürzte das Römische Reich in seine schwerste Krise seit der Begründung des Prinzipats. Diese Krise und der Sturz Neros sind hauptsächlich, wenn nicht ausschließlich auf die katastrophale Lage der römischen Finanzen zurückzuführen.[14] Nach dem großen Brand Roms und laut der feindlich gesinnten Überlieferung unsinnigen Verschwendungen Neros konnte dieser seine Truppen nicht mehr bezahlen. Überall im Reich herrschten Unzufriedenheit und Aufruhr. Als Sulpicius Galba, der Statthalter der größten Provinz Tarraconensis, am 4. April 68 in Carthago Nova seinen Abfall von Nero erklärte und Neros erzwungener Suizid wenig später das Ende der julisch-claudischen Dynastie herbeiführte, war ein Präzedenzfall im Römischen Reich geschaffen: Fortan konnte das Heer den Kaiser „machen“.

Nach dem Tod Neros folgte eine Phase der Inaktivität in Judäa. Für die nächsten zwölf Monate galten sämtliche Aktivitäten dem Kampf um die Kaiserwürde. Als Titus von der Ermordung des neuen Kaisers Galba erfuhr, brach er seine Reise zum Kaiser ab, dem er die Loyalitätserklärung der in Judäa stationierten Truppen übergeben wollte. Während der kurzen Prinzipate Othos (15. Januar bis 16. April 69) und des Vitellius (2. Januar bis 20. Dezember 69) hielt Titus sich im Hintergrund. Durch Verhandlungen mit dem syrischen Präfekten Gaius Licinius Mucianus über eine Revolte gegen Vitellius unterstützte er seinen Vater, den bereits im Juli 69 die Legionen Syriens, Ägyptens und Judäas zum Kaiser ausgerufen hatten. Im Herbst sprachen sich auch die Truppen an der Donau für Vespasian aus, der nun in Italien einfallen konnte und Vitellius in der Schlacht von Bedriacum am 24. Oktober 69 besiegte. Am 21. Dezember, einen Tag nach der Hinrichtung des Vitellius, legte der römische Senat alle Macht in die Hände Vespasians. Titus war damit vom Sohn eines wenig bedeutenden Italikers zum Thronfolger des römischen Kaisers aufgestiegen.

Die Belagerung von Jerusalem

Der von Titus zerstörte Tempel von Jerusalem im Modell
Erbeutete Schätze aus dem Tempel in Jerusalem im Triumphzug

Während sein Vater Vespasian von Rom aus die Reichsautorität nach den Wirren des Vierkaiserjahres wieder herstellte, blieb Titus im Osten. Von seinem Vater bekam er den Auftrag, den Jüdischen Krieg zu Ende zu führen (ad reliqua Iudaici belli perpetranda)[15], ein Auftrag, der mit der Eroberung Jerusalems gleichzusetzen war, das sich bis zu diesem Zeitpunkt allen Eroberungsversuchen widersetzt hatte. Ob außer der Eroberung auch die völlige Zerstörung der Stadt und des Tempels geplant war, geht aus den Quellen nicht eindeutig hervor. Mit vier Legionen unter seinem Kommando begann Titus anlässlich des Pessachfestes im Frühling die Belagerung Jerusalems. Dort hatte sich fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung Iudaeas versammelt, um das wichtigste jüdische Fest zu feiern, weshalb die Bevölkerung der Stadt für ein paar Tage auf das Zehnfache angestiegen war. Gleich zu Beginn der Belagerung soll Titus die Fliehenden vor den Augen der Belagerten gemartert und gekreuzigt haben. Auf diese Weise sollen jeden Tag 500 Juden hingerichtet worden sein.[16] Nach der Erstürmung und Zerstörung der zweiten Ringmauer ließ er die ganze Stadt durch eine Mauer umschließen, die den Belagerten jede Möglichkeit zur Flucht nahm.[17] Dadurch sollen innerhalb weniger Wochen über 600.000 Juden verhungert sein.[18] Die innere Stadt und der Tempel hielten bis Anfang August der Belagerung stand. Nachdem Titus’ Soldaten den äußeren Hof des Tempels erreicht hatten, brannten sie das Bauwerk selbst nieder und töteten alle, die nicht schon vorher verhungert waren oder sich das Leben genommen hatten.

Das zentrale Heiligtum aller Juden, der Tempel, wurde dabei zerstört, ob mit Absicht oder aus Zufall ist aufgrund der Überlieferungssituation nicht zu entscheiden. Lediglich die von Herodes errichtete Grundmauer des Tempels, die heutige Klagemauer, blieb bestehen. Bei der Belagerung von Jerusalem sollen etwa 1.100.000 Menschen gestorben sein und 97.000 Menschen überlebt haben.[19] Der Tempelschatz, zu dem unter anderem die Menora zählte, wurde nach Rom transportiert. Die Überlebenden wurden in die Sklaverei verkauft oder in Zirkusspielen umgebracht, das jüdische Land und seine Einkünfte zugunsten der kaiserlichen Kasse beschlagnahmt. Die Juden wurden gezwungen, die Kopfsteuer, die sie jährlich an den Tempel von Jerusalem entrichtet hatten, zukünftig an den kapitolinischen Jupiter zu zahlen (fiscus Iudaicus). Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurde Judäa von Vespasian als proprätorische Provinz eingerichtet.

Politische Rolle unter Vespasian

Nach der Eroberung Jerusalems akklamierten die Soldaten Titus zum Imperator, so dass der „Verdacht entstand, er habe von seinem Vater abfallen und sich zum König des Orients (Orientis rex) machen wollen“.[20] Doch verhielt sich Titus loyal und kehrte nach Rom zurück, um sich seinem Vater für weitere Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Ein knappes Jahr nach seiner Rückkehr in die Hauptstadt bewilligte der Senat sowohl Vespasian als auch ihm einen Triumph, der den Krieg trotz der anhaltenden Kämpfe um Masada staats- und sakralrechtlich für beendet erklärte. Erst über drei Jahre nach der Zerstörung und Eroberung Jerusalems gelang es den Römern im Winter 73/74 mit der abgelegenen Festung Masada den letzten Ort der Aufständischen zu erobern.

Vespasian begann, Titus als seinen Nachfolger aufzubauen und zu präsentieren. Während der folgenden Jahre teilte er fast jede Ehrung mit seinem Sohn, der bereits vor seinem Herrschaftsantritt so oft zum Konsul gewählt worden war wie vor ihm nur Augustus und der Heeresreformer Marius. In der Zeit zwischen 70 bis 79 war Titus siebenmal Konsul. Vierzehnmal wurde er zum Imperator akklamiert. Zudem trug er schon seit 69 den Titel Caesar. Mit seinem Vater übte er im Jahr 73 die Zensur aus. Ab 71 kommandierte er als Prätorianerpräfekt dessen 4500 Mann umfassende Leibgarde, was ihm die unmittelbare militärische Gewalt in Rom einbrachte. Diese Entscheidung war ein kluger Schachzug Vespasians, da die Prätorianerpräfekten seit Sejan, der dieses Amt unter Tiberius innehatte, immer wieder versucht hatten, gegen den Kaiser Politik zu machen, oder ihn sogar, wie etwa den römischen Kaiser Galba, stürzten. Titus war damit berechtigt, gewaltsam gegen politische Gegner vorzugehen, während sein Vater in der Rolle des milden Kaisers auftreten konnte.

Bei der Aburteilung von Verbrechern und Aufrührern ging Titus offenbar so erbarmungslos vor, dass er den Ruf eines „Schlächters“ erwarb. Sueton berichtet, dass Titus nicht nur selbst Prozesse führte, sondern sie auch durch Volkes Stimme im Theater entscheiden ließ.[21] Wegen angeblichen Hochverrats ließ er einige hochangesehene Senatoren hinrichten. Allerdings zeigte sich Titus auch als fähiger Verwalter, der Senatssitzungen beiwohnte, den Rat erfahrener Politiker schätzte und mit den meisten wichtigen Fraktionen und Gruppierungen gut auskam. Doch war Titus nicht Mitregent Vespasians, sondern diesem klar untergeordnet.[22]

Während seiner Herrschaft vermehrte Vespasian durch verschiedene Maßnahmen die Einkünfte des Fiskus. Er erhöhte überall die Gebühren und die Steuern, verdoppelte gar die Abgaben einiger Provinzen. Vespasian scheute kein Mittel zur Geldbeschaffung. Als ihm sein Sohn Titus vorwarf, eine Gebühr auf die Latrinen eingeführt zu haben, soll Vespasian ihm das Geld aus der ersten Zahlung unter die Nase gehalten haben und wollte wissen, ob er am Geruch Anstoß nehmen würde. Als jener verneinte, soll er geantwortet haben: Atqui e lotio est („Und doch kommt es vom Urin“).[23] Die Maßnahmen waren wirksam: Als Titus die Herrschaft übernahm, waren die Finanzen des römischen Staates wieder gesund und die Kassen voll.

Der Prinzipat des Titus

Regierungsantritt

Beim Tod Vespasians am 23. Juni 79 konnte Titus seinem Vater problemlos im Amt folgen. Vespasian hatte ihm die umfassenden Kompetenzen bereits verliehen und ihn somit auf die Herrschaftsnachfolge vorbereitet. Gerüchte, nach denen Titus seinen Vater vergiften ließ, wurden in der Forschung meist als unglaubwürdig angesehen.[24] Noch in der Woche des Todes Vespasians erschienen Münzen, auf denen Titus mit dem Titel Augustus und pontifex maximus auftrat. Wenige Monate später erhielt er den Ehrentitel pater patriae. Die dynastische Politik wurde von Titus fortgeführt. Bereits im Jahr 79 erschienen Münzen, die Titus und seinen jüngeren Bruder Domitian auf dem Revers mit umschlossenen Händen zeigen. Domitian wurde von Titus zum „Teilhaber und Nachfolger“ (consors et sucessor)[25] ernannt und ersetzte Vespasian als Konsul, jedoch erhielt er keine verantwortlichen Aufgaben. Domitian teilte weder die tribunizische Gewalt mit Titus noch erhielt er das Amt des Prätorianerpräfekten oder ein militärisches Kommando. Gerüchten zufolge ging die größte Bedrohung für Titus’ Herrschaft von seinem Bruder aus. Domitian soll teils offen, teils geheim gegen seinen Bruder konspiriert haben.[26] Er soll Titus sogar nach dem Leben getrachtet und Unruhe im Heer gestiftet haben.[27] Trotz dieser Schilderung der Domitian gegenüber feindlich gesinnten Überlieferung geht die Forschung von nicht allzu großen Spannungen zwischen den beiden Brüdern aus.[28]

Verhältnis zum Senat

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Titus-Büste im Louvre

Da Titus als Prätorianerpräfekt rücksichtslos seine politischen Gegner hatte ermorden oder misshandeln lassen und weil Gerüchte über sexuelle Ausschweifungen nicht nur mit der judäischen Prinzessin Berenike kursierten, soll man in ihm einen „zweiten Nero“ erwartet haben.[29] Doch der nunmehr Titus Caesar Vespasianus Augustus genannte neue Kaiser soll sein Verhalten wesentlich verändert haben: Willkürlichkeiten sind ebenso wenig überliefert wie Majestätsprozesse. Eunuchen und Lustknaben wurden aus dem Palast verbannt und ein offener Umgang mit der Stadtbevölkerung gepflegt. Titus gab sich betont milde und großmütig. Ebenso wie sein Vater war er um ein gutes Verhältnis zum Senat und zum römischen Volk bemüht. Völlig unerwartet schwor er, niemals einen Senator zu töten, womit er den Senat für sich gewann.[30] Wichtige Ämter besetzte er nicht mit Familienmitgliedern oder Anhängern, sondern nach Rang und Ansehen aus den senatorischen Reihen.

Titus setzte sich damit von denjenigen Kaisern des 1. Jahrhunderts ab, unter denen Senatoren in Hochverratsprozessen exekutiert worden waren. Noch in der hohen Kaiserzeit wiederholten einzelne Kaiser den für Titus erstmals überlieferten Eid zu Beginn ihrer Amtszeit.[31] Die antike Historiographie folgte in der Zweiteilung der Charakterzeichnung hin zum „guten“ Kaiser zwar einem typischen Erzählmuster. Darüber hinaus wurde Titus, der für den Senat wegen der Kürze seiner Regierung unverfänglich schien, in der Überlieferung als Gegenbild zu seinen Vorgängern und seinem Nachfolger Domitian gesehen. Er wurde zum Spiegel der nachfolgenden Kaiser, zu einer historischen Figur, deren Nachahmung empfohlen wurde.

Administrative Maßnahmen

In seiner kurzen Regierungszeit führte Titus die Politik seines Vaters fort. Außer in den von beiden errichteten Großbauten zeigt sich diese Kontinuität in den Maßnahmen zur Verstärkung und Sicherung der Reichsgrenzen und der Fortführung der Offensive in Britannien. Domitian brach diese Offensive später ab und bündelte die römischen Kräfte in Germanien. Ob er dabei auf Pläne seines Vorgängers zurückgreifen konnte, bleibt unklar. Die Quellen lassen hier kein Urteil zu, da sie bei beiden Brüdern durch persönliche Wertungen der antiken Autoren getrübt sind.

Titus’ knapp zweijährige Regierungszeit wurde von drei Katastrophen überschattet. Wenige Monate nach seinem Regierungsantritt ereignete sich am 24. August 79 der Ausbruch des Vesuv, der Herculaneum, Pompeji und Stabiae unter Asche und Schlamm begrub und für weite Teile Kampaniens bitterste Not brachte. Eine Kommission (curatores restituendae Campaniae) organisierte den Wiederaufbau. Der Dichter Statius berichtete zehn Jahre später von wiedererstandenen Städten am Vesuv.[32] Noch im selben Jahr wurde Rom von einer Seuche bisher unbekannten Ausmaßes heimgesucht. Genaueres über die Epidemie ist aus den Quellen nicht bekannt. Im nächsten Jahr verheerte ein dreitägiges Großfeuer Rom. Nach Cassius Dio wurden dabei sämtliche Gebäude zwischen dem Pantheon und dem Kapitol beschädigt oder zerstört.[33] Titus leitete bei allen Katastrophen umgehend die Hilfsmaßnahmen ein, was einen tiefen Eindruck hinterließ. Dabei habe der Kaiser keine Geldspenden angenommen, obwohl viele Angebote von einzelnen Bürgern, Städten oder Königen vorlagen, sondern alles aus bereits vorhandenen Fonds gedeckt.[34] Seine Freizügigkeit demonstrierte er am großzügigen Angebot zum Aufbau der öffentlichen Gebäude und Tempel den Schmuck des Kaiserpalastes zu verwenden. Möglicherweise sollte durch diese Geste der Gegensatz der Flavier zu Nero verdeutlicht werden.[35]

Als Kaiser umgab sich Titus wie schon in Judäa mit fähigen Beratern und konnte sich mit deren Hilfe in der Öffentlichkeit noch deutlicher als weiser, auf sozialen Ausgleich bedachter Herrscher zeigen. Seine Gesetzgebung beschränkte sich weitgehend auf populäre Sozialmaßnahmen, von denen neben der Armee auch die ärmeren Römer und Provinzbewohner profitierten, und administrative Veränderungen im Finanzbereich. So regelte Titus Landbesitz, Hochzeit und Testamentsfreiheit für Veteranen neu und reduzierte die Anzahl der Prätoren für Erbrechtsangelegenheiten.[36] In den Provinzen, die er nach seinem Amtsantritt nicht mehr besuchen konnte, manifestierte sich seine Politik vor allem im verstärkten Straßenbau und der Grenzsicherung entlang von Donau und Euphrat. Möglicherweise hängt die relative Ruhe, die in den nächsten Jahren an diesen Grenzen herrschte, auch mit diesen Maßnahmen zusammen.

Legitimitätspolitik

Titus-Büste im Archäologischen Museum in Neapel

Wie für seinen Vater Vespasian bestand für Titus noch das Problem, dass die von Augustus dynastisch geregelte Nachfolgefrage erstmals von einer neuen Dynastie übernommen worden war. Für die Flavier war die Propagierung ihrer eigenen Dynastie entscheidend, da sie das Manko fehlender Ahnenbilder ausgleichen mussten und nicht auf eine Tradition verweisen konnten. Umso wichtiger war es, handgreifliche Erfolge aufweisen zu können. Der Erfolg im Jüdischen Krieg war daher von grundlegender Bedeutung für die neue Dynastie. Nur im Jüdischen Krieg waren sowohl Vespasian als auch Titus als Feldherrn tätig gewesen. Ihren sichtbarsten Ausdruck fand die Eroberung Jerusalems in den Siegesmünzen, die im gesamten Reich verbreitet wurden. Die Legenden der Münzen lauteten in den meisten Fällen IVDAEA CAPTA (S C), IVD CAP (S C) oder IVDEA CAPTA, andere Legenden heißen IVDEA DEVICTA, DEVICTA IVDAEA S C, DE IVDAEIS oder nur IVDAE. Die Formel IVDEA CAPTA wurde als außenpolitisch-militärischer Erfolg der Flavier propagiert. Durch die Capta-Legende, die die Übernahme eines Gebietes in die römische Befehlsgewalt verdeutlichte, propagierten Titus und Vespasian, als erste dieses Gebiet unterworfen und unter römische Herrschaft gebracht zu haben. De jure war Judäa allerdings bereits seit 63 v. Chr. unter römischer Oberhoheit und hatte seit 6 n. Chr. den Status einer prokuratorischen Provinz.

Analog zu den Münzen, welche die Eroberung einer neuen Provinz suggerierten, ist auch der von Vespasian und Titus abgehaltene Triumphzug über Judäa zu verstehen. Der kultisch gebundene und durch Rituale geprägte Triumph wurde nur für einen Sieg in einem gerechten Krieg, einem bellum iustum, gewährt. Die bloße Niederschlagung des jüdischen Aufstands berechtigte nach römischer Tradition nicht zu einem Triumph. Den Triumph nutzten die Flavier, um ihre Sieghaftigkeit zu inszenieren. Dieser wurde jedoch nicht nur als Sieg über Feinde gefeiert, sondern darüber hinaus als „Ende der Bürgerkriegswirren und als Anfang der Hoffnungen auf eine glückliche Zukunft“.[37] Für römische Eroberer war es ehrenvoll, wenn ihnen bei einem Triumph ein Beiname wie Africanus, Germanicus oder Balearicus verliehen wurde. Doch den Titel Iudaicus lehnte Titus ab, da ein solcher Titel missverständlich als Annahme jüdischer Bräuche und Religion hätte aufgefasst werden können.

Die Legitimität des Herrscherhauses versuchte Titus durch mittelbare Anknüpfung an das julisch-claudische zu untermauern. Unter anderem prägte er Gedenkmünzen für Augustus und Claudius, die zur julisch-claudischen Dynastie gehörten. Während sich die Flavier damit einerseits entschieden von ihrem letzten legitimen Vorgänger Nero abgrenzten, versuchten sie zugleich die Pläne des ersten Princeps Augustus zu realisieren sowie dessen Handlungen zu imitieren. Nach Sueton hatte schon Augustus geplant, das Amphitheater zu errichten.[38]

Daneben pflegte Titus den kontinuitätsstiftenden Herrscherkult für seinen verstorbenen Vater Vespasian, denn er begann mit der Errichtung des später als Tempel des Vespasian und des Titus bekannten Heiligtums. Nach dem Tod des Titus wurde dieser Familientempel von Domitian vollendet. Zur Legitimitätspolitik der Flavier gehörten darüber hinaus wirtschaftliche Maßnahmen, für die Titus auf den von Vespasian stark vergrößerten Staatsschatz zurückgreifen konnte. Insbesondere finanzierte er zahlreiche Baumaßnahmen.

Bautätigkeit

Das Amphitheatrum Flavium, heute bekannt als Kolosseum

Titus vollendete das von seinem Vater begonnene Flavische Amphitheater, das wegen einer ursprünglich dort stehenden Kolossalstatue Neros als Kolosseum bezeichnet wird. Eingeweiht wurde es mit vom Kaiser bezahlten hunderttägigen Spielen.[39] Neben Gladiatorenkämpfen, Tierhetzen und nachgestellten Infanteriegefechten wurden auch Seeschlachten aufgeführt. Eigens dafür konnte die Arena des Kolosseums mit Wasser geflutet werden. Erst in jüngerer Zeit konnte Géza Alföldy durch eine Lesung der sogenannten Dübellochfunde im Amphitheater eine Bauinschrift nachweisen, die zeigt, dass Vespasian und Titus das Amphitheater aus der Kriegsbeute finanziert hatten. Sie lautete: I[mp(erator)] Vespasi[anus Aug(ustus)] / amphitheatru[m novum?] / [ex] manubis (vac.)[fieri iussit(?)].[40] („Kaiser Vespasian Augustus ließ das neue Amphitheater aus der Beute [des jüdischen Krieges] errichten“). Zuvor war dies lediglich vermutet worden.

Um sich von ihrem verhassten Vorgänger zu distanzieren, wurde Neros Domus Aurea teilweise abgerissen und durch das Amphitheater und die sogenannten Titusthermen überbaut. Die Errichtung solcher Bäder gehörte in der Folgezeit zum Pflichtprogramm eines römischen Kaisers. Neben der Errichtung und Vollendung von Repräsentations- und Vergnügungsbauten verbesserte Titus wie Vespasian die Infrastruktur in Italien und den Provinzen. Titus verbesserte die stadtrömische Wasserversorgung durch den Ausbau der Aquädukte Aqua Marcia, Curtia und Caerulea. Eine Thermenanlage für die Bevölkerung auf dem mons Oppius ist das einzige eigenständige Bauprojekt in seiner kurzen Regierungszeit. Vor allem forcierte er den Straßenbau. Große Summen flossen aber auch in den Wiederaufbau der vom Ausbruch des Vesuvs am 24. August 79 zerstörten Städte in Kampanien sowie die Maßnahmen nach dem Großfeuer und der anschließenden Seuche in Rom. Neben anderen betont Cassius Dio[41] die Großzügigkeit des Kaisers.

Titus und Berenike

Seit dem Jüdischen Krieg hatte Titus eine Liaison mit der elf Jahre älteren Berenike. Sie war eine Urenkelin Herodes des Großen und die Schwester des jüdischen Königs Herodes Agrippa II. und wurde als Mitregentin ihres Bruders anerkannt.[42] Berenike setzte sich erfolgreich für ihre Heimat ein, die nach dem von ihrem Lebensgefährten und dessen Vater geführten Jüdischen Krieg darniederlag. Doch brachte Titus Berenike erst vier Jahre nach seiner Rückkehr nach Rom. Sie hatte dort nach 75 eine ähnlich einflussreiche Stellung erreicht wie die kaiserlichen Frauen unter Caligula und Claudius. Einen Senator, der sie verführen wollte, ließ Titus noch vor seinem Regierungsantritt hinrichten. Quintilian, zu dieser Zeit ein bedeutender Anwalt, der erste vom Kaiser bezahlte Rhetorikprofessor und spätere Prinzenerzieher unter Domitian, berichtet von einem Verfahren vor dem Kronrat (consilium principis) Vespasians, dessen Gegenstand Berenike betraf. Quintilian zufolge gehörte sie dem Gremium an und war so selbst an der Entscheidung beteiligt, während er als Anwalt vor diesem plädierte. Aus seinem Bericht in der Ausbildung des Redners[43] geht allerdings nicht hervor, worum es in diesem Verfahren ging. Der Historiker Helmut Castritius geht davon aus, dass eine Vermögensangelegenheit verhandelt wurde, da Berenike sehr reich war und in Palästina wertvolle Ländereien besaß, wo die Römer nach dem Jüdischen Aufstand in großem Umfang Grundbesitzer enteignet hatten.

Doch eine Ehe zwischen einer jüdischen Prinzessin und einem römischen Feldherrn bedrohte in den Augen der Römer die politische Stabilität und war deshalb unmöglich für einen Kaisersohn wie Titus. Nach seinem Herrschaftsantritt im Juni 79 kam es zu einem Bruch in der engen Beziehung der beiden. Titus war aufgrund der enormen öffentlichen Kritik gezwungen, sie gegen seinen und ihren Willen (invito, invitam) zu verlassen.[44] Wann genau dies geschah, ist umstritten. Wahrscheinlich wurde Berenike unmittelbar nach Titus’ Herrschaftsantritt aus Rom verbannt.[45]

Rechtliche Hindernisse für eine eheliche Verbindung gab es jedenfalls keine, Berenike war von Geburt an römische Bürgerin, da Gaius Iulius Caesar ihrer Familie in den 40er Jahren des 1. Jahrhunderts v. Chr. für ihre Verdienste im Bürgerkrieg das römische Bürgerrecht verliehen hatte. Möglicherweise wurde die Ehe jedoch dadurch verhindert, dass sie Jüdin war und damit etwaige Kinder ebenfalls Juden gewesen wären. Damit konnten sich Senat und Volk von Rom offenbar so kurz nach dem Jüdischen Aufstand und dem Stadtbrand des Jahres 64, der mit den Christen, nach römischer Auffassung also mit einer jüdischen Sekte in Verbindung gebracht wurde, nicht anfreunden. Die plebs urbana zeigte, von zwei kynischen Philosophen im Theater aufgewiegelt, offen ihre Ablehnung und beeinflusste so nicht zum ersten Mal die Entscheidungen im Kaiserhaus. Wegen der öffentlichen Proteste und aus Gründen der Staatsräson unterließ es Titus, seine Verbindung mit Berenike zu legalisieren, und entfernte sie zudem aus seinem persönlichen Umfeld.[46] Berenike blieb allerdings in Italien. Sie kam offenbar kurz vor dem frühen Tod des Titus im Jahr 81 noch einmal nach Rom und verließ danach Italien, um in ihre Heimat zurückzukehren.

Tod und Nachfolge

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Domitian wurde verdächtigt, am Tod seines Bruders Titus mitschuldig zu sein.

Nachdem er hunderttägige Spiele in Rom gegeben hatte, zog sich Titus im Sommer 81 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, möglicherweise litt er an Depressionen.[47] Er starb nach nur 26 Monaten der Herrschaft am 13. September. Sueton zufolge erkrankte er auf dem Weg ins Sabinerland, die Heimat seiner Vorfahren, an einem Fieber und starb in derselben Villa wie sein Vater Vespasian zwei Jahre zuvor.[48] Nach Plutarch hatte Titus gegen den Rat der Ärzte trotz einer schweren Erkrankung die Thermen besucht und starb an der dadurch verschlimmerten Krankheit.[49] Andere Autoren berichten von Gerüchten, wonach Domitian den Tod seines Bruders herbeigeführt habe, indem er den erkrankten Kaiser Unterkühlungen ausgesetzt habe.[50] Ungeklärte Todesfälle von Herrschern zogen oft Mordgerüchte nach sich. Nach Sueton soll er bitterlich über seinen frühen Tod geklagt und in seinen letzten Worten gesagt haben, dass er keine Tat bis auf eine bereuen müsse.[51] Cassius Dio überliefert zwei konträre zeitgenössische Vermutungen. Nach der einen habe Titus seine Beziehung zu Domitia, der Ehefrau Domitians, bereut, nach der anderen Version habe Titus es sich nicht verzeihen können, seinem Bruder die Thronfolge zu sichern.[52]

Domitian übernahm ohne Schwierigkeiten die Macht und wurde noch am 13. September von den Prätorianern als Imperator akklamiert. Einen Tag später übertrug ihm der Senat die tribunicia potestas und den Augustusnamen. Nach der Domitian feindlich gesinnten Überlieferung soll der neue Kaiser seinem Bruder außer der Divinisierung keine weiteren Ehrungen haben zukommen lassen.[53] Doch ließ Domitian in Rom eine Reihe von Repräsentationsbauten errichten, die Titus und die eigene gens verherrlichen sollten. Der von Titus begonnene Familientempel wurde unter Domitian vollendet, sein Name in Tempel des Vespasian und des Titus geändert. Dort errichtete Domitian eine Kultstatue für seinen Bruder. Auf dem Quirinal an der Stelle, wo sein Geburtshaus stand, baute er ein templum gentis Flaviae und auf dem Campus Martius ließ er ein templum deorum errichten. Mit der Domus Flavia schuf er auf dem Palatin einen repräsentativen Palast. Von 81 bis etwa 84 n. Chr. ließ Domitian Konsekrationsmünzen für Titus prägen.

Für seinen militärischen Sieg über Judäa wurde Titus nach seinem Tod auf dem höchsten Punkt der Via Sacra am östlichen Rand des Forum Romanum ein Triumphbogen errichtet, der als Titusbogen bezeichnet wird. Nach Michael Pfanner feiert der Titusbogen jedoch die Konsekration des Titus.[54] Die Inschrift des Bogens lautet: Senatus / populusque Romanus / divo Tito divi Vespasiani f(ilio) / Vespasiano Augusto („Der Senat und das römische Volk dem vergöttlichten Titus, Sohn des vergöttlichten Vespasian, Vespasian dem Erhabenen“). Titus allein wird dabei der Triumph zugestanden, sein Vater Vespasian tritt dabei nicht in Erscheinung.[55] Noch heute erinnert an der Innenseite des Bogens ein Relief an die Belagerung und Zerstörung Jerusalems.

Wirkung

Der Titusbogen in Rom

Antike Meinungen

Die Schriftsteller Tacitus, Cassius Dio und Sueton verfassten ihre Werke erst nach dem Tod des letzten Flaviers. Alle drei waren Senatoren oder Ritter. Sie konzentrierten sich in ihrer Darstellung auf die Konflikte zwischen dem Senat und dem Princeps und vertraten in ihrer Beurteilung gewöhnlich die Position des Senats. Da Titus angeblich in völliger Harmonie mit dem Senat lebte, prägte dies auch das Urteil der späteren antiken Geschichtsschreibung. Insbesondere galt Titus als Gegenbild zu seinem Bruder und verhassten Nachfolger Domitian, der ermordet wurde, und dessen Erinnerung auf Anordnung des Senats ausgelöscht werden sollte. Für die Senatoren war Titus der ideale Herrscher. Der Senat „sagte dem Toten so großen Dank und überhäufte ihn derart mit Ehrungen, wie er es nicht einmal in seinen besten Tagen erlebt hatte“.[56]

Folglich galt Titus nach der senatorischen Überlieferung als sowohl körperlich als auch geistig außergewöhnlich begabt und zumindest als junger Mann auch als allseits beliebt. Zudem soll er in allen Sportarten erfolgreich und als Redner ebenso wie als Dichter und Sänger fähig gewesen sein. Bewundert wurde auch, dass er aus dem Stegreif dichten, fremde Handschriften täuschend echt nachahmen und außergewöhnlich schnell „stenografieren“ konnte.[57] Plinius der Ältere, der beim Ausbruch des Vesuvs starb, widmete seinem Freund Titus gar seine Naturgeschichte. Als Beweis für Titus’ menschenfreundliches Wesen diente der ihm zugeschriebene Ausspruch, er habe einen Tag verloren, weil er niemandem Gutes getan habe.[58]

Der römische Historiograf Sueton feierte Titus als „Liebling des Menschengeschlechts“ (amor ac deliciae generis humani).[59] Hingegen hielt er die Zerstörung des Jerusalemer Tempels nicht einmal für erwähnenswert. Im Angesicht des Amphitheaters betonte Martial, dass Titus Rom sich selbst wiedergegeben habe und das Volk unter ihm jetzt genießen könne, was zuvor allein der Tyrann genoss – war das Amphitheater doch da entstanden, wo Neros Goldenes Haus, seine künstlichen Teiche und protzigen Gärten lagen.[60] Für die folgenden Generationen der senatorischen Geschichtsschreibung galt er als mustergültiger Herrscher. Im 4. Jahrhundert bezeichnete ihn Aurelius Victor als „Wonne der Menschheit“, der mit seinem Tod Rom und die Provinzen mit unbeschreiblichem Schmerz erfüllte.[61] Aber auch an nüchternen Stimmen fehlte es schon in der Antike nicht. Im vierten Jahrhundert bezeichnete Ausonius Titus als „glücklich durch die Kürze seines Regiments“ (felix brevitate regendi).[62]

Der römisch-jüdische Geschichtsschreiber Flavius Josephus, der den Jüdischen Krieg persönlich miterlebt hatte, beabsichtigte in seinem Werk Bellum Iudaicum die jüdischen Splittergruppen für die Erhebung gegen Rom verantwortlich zu machen und die flavischen Kaiser zu verherrlichen. Er betonte mit Nachdruck, dass die Juden an ihrem Untergang selbst schuld seien. Nur die Belagerung Jerusalems durch Titus habe ihrem mörderischen und unverständlichen Treiben ein Ende setzen können.[63] Immer wieder versuchte Josephus, seinen Helden Titus zu glorifizieren, nicht zuletzt wohl deshalb, weil dieser maßgeblich an der Rettung seines Lebens beteiligt gewesen war. Der römische Feldherr erscheint bei Josephus als Wohltäter und Retter des jüdischen Volkes, selbst die Zerstörung des Tempels habe er angeblich zu verhindern versucht.[64]

Jedoch folgten nicht alle antiken Geschichtsschreiber dem Bericht des jüdischen Gelehrten. Im ausgehenden 4. Jahrhundert schrieb Sulpicius Severus, Titus habe in Wirklichkeit die Mitglieder seines Stabs unterstützt, die für die Zerstörung des Tempels plädierten.[65] Die christliche Überlieferung rühmte die Zerstörung der Stadt als ein Vergeltungswerk an den Juden dafür, dass sie Christus getötet hatten.

Hingegen ist das Titus-Bild der Juden äußerst negativ. In der rabbinischen Literatur, die ihm die Zerstörung Jerusalems nie verziehen hat, gilt Titus als der größte Frevler, den letztlich auch die geziemende Strafe Gottes trifft.[66] Die Verfasser des Talmuds betrachteten seinen frühen Tod als gerechte Strafe des Himmels. Titus habe nicht nur Jerusalem eingenommen, sondern sich auch seinen jüdischen Gefangenen gegenüber äußerst grausam verhalten.[67] Die von einem Juden verfassten Sibyllinischen Orakel deuteten den Ausbruch des Vesuvs als Strafe für die Zerstörung Jerusalems.[68]

Rezeption

Wilhelm von Kaulbachs Monumentalgemälde Zerstörung Jerusalems durch Titus

Insbesondere Titus’ Eroberung des Tempels von Jerusalem, die Liebesbeziehung zu Berenike und die ihm zugesprochene Milde haben bildende Künstler zu Werken angeregt. Schon im frühen 7. Jahrhundert nutzte die Eroberung Jerusalems ein angelsächsischer Runenmeister als Motiv. Auf dem Runenkästchen von Auzon – vermutlich ein königliches Schatzkästchen – soll diese Darstellung[69] in Verbindung mit der runischen Inschrift das Kampfesglück und somit den Ruhm des anglischen Kriegerkönigs sichern.

Nicolas Poussin schuf 1625 in Rom zu diesem Thema ein repräsentatives Gemälde für Kardinal Francesco Barberini, das seinen Ruf als Historienmaler bestärkte. Er stellt Titus beritten mit einer an die Reiterstatue Mark Aurels auf dem Kapitol erinnernden Geste dar, mit der er die Plünderung des Tempels durch seine Soldaten noch verhindern will.

Das Monumentalgemälde Zerstörung Jerusalems durch Titus hingegen, das Wilhelm von Kaulbach 1841–1846 im Auftrag König Ludwigs I. von Bayern schuf, erhöht Titus, der in ähnlicher Pose zu Pferd dargestellt ist, zum göttlichen Werkzeug, indem Propheten und Engel die Zerstörung des Tempels als göttliches Strafgericht erscheinen lassen. Das Werk, das in seiner Anlage und in vielen Details zahlreiche antisemitische Klischees der abendländischen Kunst vereint, gehört heute zur Sammlung der Neuen Pinakothek in München. Weitere Gemälde über die Zerstörung des Jerusalemer Tempels schufen die Maler David Roberts (1850) und Francesco Hayez (1867). Der Triumphzug über Judäa inspirierte die Maler Giulio Romano (1540) und Lawrence Alma-Tadema (1885).

Titus taucht schon früh als Figur der Oper auf: Antonio Cestis Oper Il Tito nach einem Libretto von Nicolò Beregan wurde 1666 in Venedig uraufgeführt. Die Oper spielt zur Zeit der Eroberung Jerusalems.

Aber auch seine Milde (clementia) wurde in Kunst und Kultur oft behandelt. Pietro Metastasios Opernlibretto La clemenza di Tito (1734) wurde von mehr als 40 Opernkomponisten des Barocks und der Klassik vertont. Am bekanntesten ist bis heute die Vertonung von Wolfgang Amadeus Mozart, La clemenza di Tito. Auch andere Komponisten wie Antonio Caldara, Baldassare Galuppi, Johann Adolph Hasse, Niccolò Jommelli, Ignaz Holzbauer und Christoph Willibald von Gluck komponierten Opern zu diesem Text. Titus wird von Metastasio als tugendhafter, der Milde verpflichteter Herrscher dargestellt, der den Fürsten des Absolutismus zum Vorbild dienen sollte. Mit dem historischen Titus hat Metastasios Darstellung allerdings wenig zu tun, vielmehr ist sein Libretto von Pierre Corneilles Drama Cinna beeinflusst, das die Milde des Kaisers Augustus gegenüber dem Verschwörer Gnaeus Cornelius Cinna Magnus darstellte.

Die Liebesbeziehung zwischen Berenike und Titus inspirierte die französischen Klassiker Jean Racine und Pierre Corneille 1670 zu ihren Werken Bérénice und Tite et Bérénice.

Titus in der Forschung

Die enge Kooperation mit Vespasian und die Kürze seiner Herrschaft macht eine adäquate Beurteilung seiner Politik schwierig. Insgesamt wird Titus als fähiger Herrscher und Verwalter angesehen, der die flavische Dynastie etablieren konnte.[70] In der bislang einzigen Biografie des Kaisers sieht Brian W. Jones Titus als einen wohlwollenden, paternalistischen Autokraten, der mit Zentralisierungsmaßnahmen und einer faktischen Entmachtung des Senats – bei voller Ehrung des Gremiums – als Vorbild für Trajan gelten kann.[71] Darüber hinaus diskutiert die Forschung insbesondere Einzelaspekte wie Titus’ Rolle bei der Zerstörung des Jerusalemer Tempels und sein Verhältnis zu Berenike.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde auf Grundlage bürgerlicher Wertvorstellungen und eigener Vorbehalte gegen eine erheblich ältere Gefährtin, sexuelle Freizügigkeit, das Judentum und die sich entwickelnde Emanzipation Berenike hart kritisiert. Sie galt als eine ehrgeizige, alternde, der libido ergebene Frau, die aus selbstsüchtigen Motiven ihren jüngeren Liebhaber an sich fesselte.[72] Die Beurteilung der Liebesbeziehung schwankte dabei zwischen „lächerlicher Leidenschaft“ (Adolf Hausrath) und „weltgeschichtliche(m) Liebesverhältnis“ (Emil Schürer).[73] Die dürftige Quellenlage über die Liebesbeziehung eröffnete nachfolgenden Historikergenerationen wiederholt Raum für Versuche, die näheren Verhältnisse zu rekonstruieren.

Die angebliche Absicht, den Tempel zu erhalten, hat in der Geschichtswissenschaft die unterschiedlichsten Spekulationen ausgelöst. Mary Smallwood schreibt Titus’ Motiv dafür, Stadt und Tempel zu erhalten, einer übergroßen und für einen Römer geradezu unwahrscheinlichen Milde zu.[74] Heinrich Graetz meint, Titus wollte aus Rücksicht auf Berenike Jerusalem vor der Zerstörung retten, da er wusste, wie sehr das Herz seiner Geliebten an der heiligen Stadt hing.[75] Adalberto Giovannini schlussfolgert in seiner Studie über die Tempelzerstörung: Die Ereignisse „lassen nicht den geringsten Zweifel daran, daß er nicht nur Jerusalem und seinen Tempel erobern und zerstören, sondern zugleich möglichst viele Juden vernichten wollte.“[76] Und: „Das Staatsinteresse erforderte die Zerstörung Jerusalems und seines weltberühmten Tempels.“[77]

Quellen

Die wichtigsten Quellen zu Titus sind die Titusbiografie Suetons, Cassius Dio, und der Jüdische Krieg (De bello Iudaico) des Flavius Josephus.

Literatur

Überblickswerke

Darstellungen

  • Brian W. Jones: The Emperor Titus. Croom Helm, London 1984, ISBN 0-7099-1430-X (grundlegend für die Beschäftigung mit der Regierungszeit des Titus).
  • Adalberto Giovannini: Die Zerstörung Jerusalems durch Titus. Eine Strafe Gottes oder eine historische Notwendigkeit?. In: Pedro Barceló (Hrsg.): Contra quis ferat arma deos? Vier Augsburger Vorträge zur Religionsgeschichte der römischen Kaiserzeit. Zum 60. Geburtstag von Gunther Gottlieb. Vögel, München 1996, ISBN 3-89650-020-1, S. 11–34 (Schriften der Philosophischen Fakultäten der Universität Augsburg, Nr. 53).
  • Sabine Panzram: Der Jerusalemer Tempel und das Rom der Flavier. In: Johannes Hahn (Hrsg.): Zerstörungen des Jerusalemer Tempels. Geschehen – Wahrnehmung – Bewältigung. Mohr Siebeck, Tübingen 2002, ISBN 3-16-147719-7, S. 166–182 (Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament, Band 147).
  • Perry M. Rogers: Titus, Berenice and Mucianus. In: Historia. Band 29, 1980, ISSN 0018-2311, S. 86–95.
  • Helmut Schwier: Tempel und Tempelzerstörung. Untersuchungen zu den theologischen und ideologischen Faktoren im ersten jüdisch-römischen Krieg (66–74 n. Chr.). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1989, ISBN 3-525-53912-6 (zugleich Dissertation, Heidelberg 1988).
  • Ines Stahlmann: Titus. In: Manfred Clauss (Hrsg.): Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian. 4. aktualisierte Auflage. C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60911-4, S. 95–98 (knapper, aber gut lesbarer und die wichtigsten Fakten enthaltender Überblick).

Weblinks

 Commons: Titus – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Sein Geburtsdatum wird nicht einheitlich überliefert. Der Chronograph von 354 bezeugt den 30. Dezember 39, Sueton, Titus 1 dagegen nennt auch das Jahr 41, widerspricht sich damit aber selbst. Cassius Dio 66,18,4 ist in diesem Punkt genauer; er berichtet, Titus sei am 24. Juni 79 bei seinem Amtsantritt 39 Jahre, fünf Monate und 25 Tage alt gewesen.
  2. Zu Vespasians Vorfahren Sueton, Vespasian 1,2–4.
  3. Zu Vespasians Karriere Sueton, Vespasian 2,3; 4,1–4.
  4. Sueton, Vespasian 1,3; Domitian 1,2.
  5. Vgl. Sueton, Vespasian 2,2.
  6. Sueton, Titus 2; Tacitus, Annalen 11,1,4.
  7. Tacitus, Annalen 13,15-17; vgl. Cassius Dio 61,7,4. Die Darstellung des Tacitus könnte auf Gerüchten basieren und tendenziös sein.
  8. Vgl. Sueton, Titus 2.
  9. Sueton, Titus 4,1.
  10. Cassius Dio 61,30.
  11. Josephus, Jüdischer Krieg 2,499–555.
  12. Sueton, Vespasian 4.
  13. Josephus, Jüdischer Krieg 3,69.
  14. Adalberto Giovannini: Die Zerstörung Jerusalems durch Titus. Eine Strafe Gottes oder eine historische Notwendigkeit?. In: Contra quis ferat arma deos? Vier Augsburger Vorträge zur Religionsgeschichte der römischen Kaiserzeit. Zum 60. Geburtstag von Gunther Gottlieb. S. 11–34, S. 21.
  15. Tacitus, Historien 4,51.
  16. Josephus, Jüdischer Krieg 5,446f.
  17. Josephus, Jüdischer Krieg 5,491ff.
  18. Josephus, Jüdischer Krieg 5,567ff.
  19. Josephus, Jüdischer Krieg 6,420. Als Beleg für diese Zahlen führt Josephus den Zensus an, den der Statthalter von Syrien, Gaius Cestius Gallus, kurz vor dem Aufstand vorgenommen hatte.
  20. Sueton, Titus 5,3.
  21. Sueton, Titus 6.
  22. Brian W. Jones, The emperor Titus, London 1984, S. 85f.
  23. Sueton, Vespasian 23,3.
  24. Brian W. Jones, The emperor Titus. London 1984, S. 114; 157 in Verbindung mit Anm. 3.
  25. Sueton, Titus 9.
  26. Sueton, Titus 9,3; Sueton, Domitian 2,3.
  27. Sueton, Titus 9,3.
  28. Stefan Pfeiffer, Die Zeit der Flavier. Vespasian, Titus, Domitian, Darmstadt 2009, S. 55.
  29. Sueton, Titus 7.
  30. Sueton, Titus 1,1; 9,1. Cassius Dio 66,19,1.
  31. Siehe Anthony R. Birley: The Oath not to Put a Senator to Death. In: The Classical Review. Band 76, 1962, S. 197–199.
  32. Statius, Silvae 3,5,72–74.
  33. Cassius Dio 66,24,1–3.
  34. Cassius Dio 66,24,4.
  35. Andrea Scheithauer: Kaiserliche Bautätigkeit in Rom. Das Echo in der antiken Literatur Stuttgart 2000, S. 136.
  36. Brian W. Jones, The emperor Titus, S. 146–148.
  37. Josephus, Jüdischer Krieg 7,157.
  38. Sueton, Vespasian 9,1.
  39. Cassius Dio 66,25.
  40. Géza Alföldy: Eine Bauinschrift aus dem Colosseum. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Band 109, 1995, S. 195–226 (PDF).
  41. Cassius Dio 66,19,3.
  42. Tacitus, Historien II 2,1.
  43. Ausbildung des Redners 4,1,19.
  44. Sueton, Titus 7,2.
  45. D. C. Braund, Berenice in Rome, in: Historia Bd. 33, 1984, S. 120–123.
  46. Zu Berenike und den Gründen für die Trennung vgl. Helmut Castritius: Die flavische Familie. Frauen neben Vespasian, Titus und Domitian. In: Hildegard Temporini-Gräfin Vitzthum (Hrsg.), Die Kaiserinnen Roms. München 2002, S. 164–186, besonders S. 166–169.
  47. Sueton, Titus 10.
  48. Sueton, Titus 10–11.
  49. Plutarch, De Sanitate Tuenda 3.
  50. Cassius Dio 66,26.
  51. Sueton, Titus 10
  52. Cassius Dio 66,26,3.
  53. Sueton, Titus 2,3.
  54. Michael Pfanner, Der Titusbogen. Mainz 1983, S. 103.
  55. Stefan Pfeiffer, Die Zeit der Flavier. Vespasian, Titus, Domitian, Darmstadt 2009, S. 44.
  56. Sueton, Titus 11.
  57. Sueton, Titus 3.
  58. Sueton, Titus 8.
  59. Sueton, Titus 1,1.
  60. Martial, Epigramme 2.
  61. Epitome de Caesaribus 10.
  62. Ausonius, Caesares 2,12.
  63. Josephus, Jüdischer Krieg 1,27; 5,257.
  64. Josephus, Jüdischer Krieg 6,236.
  65. Sulpicius Severus, Chronica 2,30,7: alii et Titus ipse evertendum in primis templum censebant.
  66. Günter Stemberger: Die Beurteilung Roms in der rabbinischen Literatur. In: Hildegard Temporini, Wolfgang Haase (Hrsg.): Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Band II 19/2. Berlin-New York 1979, S. 338–396, hier: S. 351–358.
  67. Ute Schall: Die Juden im Römischen Reich. Regensburg 2002, S. 244.
  68. Sibyllinische Orakel IV 126–136.
  69. Abbildung bei Franks-Casket.de.
  70. Stefan Pfeiffer, Die Zeit der Flavier. Vespasian, Titus, Domitian, Darmstadt 2009, S. 51 f.
  71. Brian W. Jones, The emperor Titus, S. 157.
  72. Gabriele Wesch-Klein, Titus und Berenike. Lächerliche Leidenschaft oder weltgeschichtliches Liebesverhältnis? In: Wolfgang Spickermann u.a. (Hrsg.), Rom, Germanien und das Reich, Festschrift zu Ehren von Rainer Wiegels anlässlich seines 65. Geburtstages, St. Katharinen 2005, S. 163–173, hier: S. 172.
  73. Vgl. dazu: Gabriele Wesch-Klein, Titus und Berenike: Lächerliche Leidenschaft oder weltgeschichtliches Liebesverhältnis? In: Wolfgang Spickermann u.a. (Hgg.), Rom, Germanien und das Reich, Festschrift zu Ehren von Rainer Wiegels anlässlich seines 65. Geburtstages, St. Katharinen 2005, S. 163–173, hier: S. 168.
  74. Mary Smallwood: The Jews under Roman rule. From Pompey to Diocletian. Leiden 1976, S. 325.
  75. Heinrich Graetz: Volkstümliche Geschichte der Juden. Band 2, München 1985, S. 288.
  76. Adalberto Giovannini: Die Zerstörung Jerusalems durch Titus. Eine Strafe Gottes oder eine historische Notwendigkeit?. In: Contra quis ferat arma deos? Vier Augsburger Vorträge zur Religionsgeschichte der römischen Kaiserzeit. Zum 60. Geburtstag von Gunther Gottlieb. S. 11–34, insbesondere S. 17.
  77. Adalberto Giovannini: Die Zerstörung Jerusalems durch Titus. Eine Strafe Gottes oder eine historische Notwendigkeit?. In: Contra quis ferat arma deos? Vier Augsburger Vorträge zur Religionsgeschichte der römischen Kaiserzeit. Zum 60. Geburtstag von Gunther Gottlieb. S. 11–34, insbesondere S. 24.
  78. Werner Eck: Rezension über Hermann Bengtson. Die Flavier. Vespasian, Titus und Domitian. In: Gnomon. Band 53, 1981, S. 343–347.


Vorgänger Amt Nachfolger
Vespasian Römischer Kaiser
79–81
Domitian
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