Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Eva Engel-Holland

Aus Jewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Eva Engel-Holland, auch: Eva Johanna Engel, (geb. 18. August 1919 in Dortmund; gest. 30. August 2013 in Göttingen)[1] war eine Germanistin und maßgebliche Herausgeberin des Gesamtwerks von Moses Mendelssohn.

Leben

Eva Johanna Engel wurde 1919 als Tochter des jüdischen deutschen Mediziners Stefan Engel in Dortmund geboren. Aufgewachsen ist sie in Berlin.

Nach der „Machtergreifung“ im Jahre 1933 war die Familie Engel zunehmend Repressionen durch die Nationalsozialisten ausgesetzt; im Jahre 1936 emmigrierte sie nach London/Großbritannien. Eva Engel ergriff dort zunächst den Beruf der Lehrerin. Anschließend arbeitete sie als Dozentin für Germanistik in Cambridge und wurde 1967 als Professorin ans Wellesley College nach Boston berufen. [2]

Eva Engel war von Moses Mendelssohn fasziniert, nachdem sie Mitte der fünfziger Jahre in Briefen des von ihr erforschten Spätaufklärers Karl Philipp Moritz den Ansichten des jüdischen Philosophen zur Autonomie der Kunst begegnet war. Ab 1971 war sie zusammen mit Alexander Altmann als Mitherausgeberin der bis heute 38-bändigen Moses-Mendelssohn-Jubiläumsausgabe tätig, einer seit 1929 erscheinenden Neuausgabe des Gesamtwerks von Moses Mendelssohn.[3] 1984, nach dem Tod ihres Ehemanns, des Historikers und früheren Präsidenten des Hobart and William Smith Colleges Albert Edward Holland [4], übersiedelte sie aus den USA nach Wolfenbüttel und arbeitete an der Herzog-August-Bibliothek (HAB). Der Direktor der HAB, Paul Raabe, unterstützte ihre Weiterarbeit an dem Forschungsprojekt zum Oeuvre Moses Mendelssohns durch die Vermittlung eines Stipendiums und Bereitstellung eines Arbeitszimmers. Nach dem Tod Altmanns 1987 übernahm sie die maßgebliche Rolle bei der Gesamtausgabe. [3]

In den 1980er Jahren initiierte sie die Wiederbegründung der Dessauer Moses Mendelsohn Stiftung zur Förderung der Geisteswissenschaften. Im Jahre 1999 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Eva Engel-Holland aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.