Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Simon Sebag Montefiore

Aus Jewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Simon Sebag Montefiore (2010)

Simon Jonathan Sebag Montefiore (* 27. Juni 1965 in London) ist ein britischer Historiker, Journalist und Autor. Er beschäftigt sich vorwiegend mit der russischen Geschichte.

Leben

Simon Sebag Montefiore ist ein Nachkomme von Joseph Sebag-Montefiore und Moses Montefiore, einflussreichen jüdischen Politikern in England. Er studierte Geschichte am Gonville and Caius College in Cambridge und unternahm mehrere ausgedehnte Reisen in die ehemalige Sowjetunion, vor allem in den Kaukasus, die Ukraine und Zentralasien.

Simon Sebag-Montefiore ist der Bruder von Hugh Sebag-Montefiore und verheiratet mit der britischen Schriftstellerin Santa Montefiore, mit der er in London lebt und zwei Kinder hat, Lily und Sasha. Ein Cousin, der britische Zivilbeamte Julius Jacobs,[1] starb 1946 beim Bombenanschlag der radikal-zionistischen Terrororganisation Irgun auf das King David Hotel in Jerusalem.

Werk

Er verfasste eine Biografie über Grigori Alexandrowitsch Potjomkin (ein Gefährte Katharinas der Großen) sowie eine umfangreiche zweibändige Biografie des sowjetischen Diktators Josef Stalin, die in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Montefiore sieht eine Parallele zwischen Wladimir Putins und den Zaren, und zwar sowohl die große Furcht, gestürzt zu werden, als auch „der totale Glaube an sich selbst, dass er allein Russland retten kann.“ Putin sei überzeugt, zu dieser „Rettung“ sei „eine nationalistische Autokratie orthodoxen Glaubens“ nötig, welche er ausgebaut habe. Zur im US-Wahlkampf 2016 zu erkennenden Putin-Sympathie von Donald Trump meinte Montefiore: „Trump […] hat keine Vorstellung von der russischen Herrschaft.“[2]

Kritik

Für seine beim Publikum sehr erfolgreichen Bücher über den jungen Stalin und über das Leben in der engsten Umgebung Stalins (Stalin. Am Hof des roten Zaren) ist der Autor von einigen Historikern, die zur Geschichte des Stalinismus beziehungsweise zur Geschichte Russlands und der Sowjetunion forschen, kritisiert worden.[3] Diese Bücher seien reißerisch und würden wissenschaftlichen Ansprüchen nicht gerecht werden. Montefiore verkörpere „ein in der Stalinismusforschung neuartiges Phänomen – das unverhohlene Bestreben, Stalins Leben und Herrschaft einem größtmöglichen Massenpublikum in leicht konsumierbarer Form nahe zu bringen und auf diese Weise kommerziell auszubeuten.“[4]

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Simon Sebag Montefiore: Jerusalem – Die Biographie. 4 Auflage. Nr. 17631, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-596-17631-1, S. 657.
  2. Simon Sebag Montefiore in der Weltwoche Nummer 03/17 vom 19. Januar 2017
  3. Vgl. From the Editors. Marketing Russian History. In: Kritika. Explorations in Russian and Eurasian History/New Series, Bd. 9 (2008), Heft 3, S. 497–504, ISSN 1531-023X
  4. Andreas Oberender: Annäherungen an einen Unfassbaren. Stalin und seine Biographen. In: Osteuropa, Bd. 62 (2012), Heft 4, S. 37–51, hier. S. 47, ISSN 0030-6428
  5. 5,0 5,1 Übersetzt von Ulrike Wasel.
  6. 6,0 6,1 Übersetzt von Bernd Rullkötter.
  7. Die Erstausgabe erschien 2004 unter dem Titel „Prince of Princes. The Life of Potemkin. The Imperial Love Affair“ und die Taschenbuch-Ausgabe dazu trug den Titel „Potemkin. Prince of Princes“.

Weblinks

 Commons: Simon Sebag Montefiore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Simon Sebag Montefiore aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.