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University of Pennsylvania

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University of Pennsylvania
Motto Leges sine moribus vanae
(Gesetze ohne Moral sind nutzlos)
Gründung 1740
Trägerschaft privat
Ort Philadelphia, Vereinigte Staaten
Präsident Amy Gutmann
Studenten 23.743 (Herbst 2006)
Mitarbeiter 4.822 (Feb. 2007)
Stiftungsvermögen 6,44 Mrd US$
Hochschulsport Quakers (Ivy League)
Website www.upenn.edu

Die University of Pennsylvania (Penn) ist eine private Forschungsuniversität in Philadelphia, Pennsylvania. Die Penn ist eine der renommiertesten und ältesten Universitäten der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie ist Mitglied in der Association of American Universities und einer Sportliga acht amerikanischer Elite-Unis, der Ivy League. Penn ist mit rund 13.240 Angestellten der größte private Arbeitgeber in Philadelphia.

Mit jährlichen Forschungsausgaben in Höhe von $ 814 Millionen (2011) zählt die Universität zu den größten Forschungszentren in den USA. Das jährliche Budget der Universität in Höhe von ca. $ 6 Milliarden (Fiskaljahr 2011; rund $ 2,5 Milliarden davon sind Löhne und Gehälter) ist das Größte aller Ivy League Universitäten. Das Stiftungsvermögen von Penn ist mit $ 6,44 Milliarden[1] (2007) allerdings kleiner als das der Stiftungen der Harvard University, der Princeton University und der Yale University.

Die Wharton School of Business, die Law School und die School of Medicine genießen ein besonders hohes Ansehen.

Geschichte

Museum der Archäologie und Anthropologie

Der Geistliche George Whitefield (1714-1770) gründete 1740 eine Organisation zur Errichtung einer Schule für sozial benachteiligte Kinder (Charity School). Die Bauarbeiten für das Schulgebäude begannen im selben Jahr. Das Gebäude konnte aufgrund von Geldmangels allerdings nicht fertiggestellt werden.

Benjamin Franklin (1706-1790) veröffentlichte 1749 seine Vorstellungen über eine moderne Bildungseinrichtung in Philadelphia (Proposals Relating to the Education of Youth in Pennsylvania) und gründete die Akademie von Philadelphia (Philadelphia Academy). Der Aufsichtsrat der Akademie kaufte 1750 das Schulgebäude von Whitefields Schule. Auf dem Gelände sollte der zentrale Campus der Akademie entstehen. Die Akademie von Philadelphia verpflichtete sich allerdings, eine Schule für arme Kinder auf dem Gelände einzurichten.

Die Akademie und Schule für Arme öffnete 1751. Die Schule für arme Jungen nahm im September 1751 die ersten Schüler auf. Im Oktober des folgenden Jahres besuchten bereits rund 100 Schüler die Schule. Der Lehrplan bestand im Wesentlichen aus Lesen, Schreiben und Arithmetik. Ergänzt wurde dieser Lehrplan durch Lehrstunden über die Prinzipien des Christentums.

Die Schule für arme Mädchen nahm die ersten Schülerinnen im Jahr 1753 auf. Der Lehrplan umfasste im Wesentlichen Lesen, Nähen und Stricken. Zumeist besuchten rund 30 Mädchen die Schule.

Der Priester William Smith wurde 1754 vom Aufsichtsrat der Philadelphia Academy zum Schulleiter ernannt. 1755 gründete Benjamin Franklin und der Aufsichtsrat der Philadelphia Academy das College of Philadelphia mit William Smith als Hochschulleiter. Benjamin Franklin musste auf Drängen William Smiths als Vorsitzender des Aufsichtsrats zurücktreten, blieb aber Mitglied des Aufsichtsrats. Die ersten Studenten schlossen ihr Studium 1757 ab.

1765 wurde die erste medizinische Fakultät in Nordamerika am College of Philadelphia gegründet. 1777 wurde das College aufgrund des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges vorübergehend geschlossen.

1779 befand die Revolutionsverwaltung des Staates Pennsylvania die Gründungsurkunde des Colleges aus der Kolonialzeit für gesetzeswidrig. Die Verwaltung schrieb eine neue Gründungsurkunde und setzte einen neuen Aufsichtsrat und Hochschulleiter ein. Die Einrichtung wurde in University of the State of Pennsylvania umbenannt.

Während Benjamin Franklin im Jahr 1784 Paris besuchte, schenkte König Ludwig XVI. der Universitätsbibliothek Bücher. Nach der Rückkehr Franklins 1785 nach Philadelphia wurde er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der University of the State of Pennsylvania gewählt. 1789 stellte das Parlament des Staats Pennsylvania das College of Pennsylvania mit seinem ursprünglichen Aufsichtsrat und Hochschulleiter 1789 wieder her.

Per Gesetz wurden 1791 die University of the State of Pennsylvania und das College of Philadelphia zur University of Pennsylvania fusioniert. Diese Institution besteht bis heute.[2]

Organisation

Ware College House, Campus der University of Pennsylvania
Die Fisher Fine Arts Library auf dem Campus der University of Pennsylvania

Campus

Der städtische Campus von Penn liegt seit den 1870er Jahren in West Philadelphia, in der Nähe des Stadtzentrums von Philadelphia. Der rund 1.1 km² umfassende Campus in Philadelphia besteht aus 152 Gebäuden (2005; ohne Universitätsklinik).

Penn besitzt mit dem New Bolton Center auch eine Forschungseinrichtung außerhalb von Philadelphia. Dieses Zentrum dient hauptsächlich als veterinäre Klinik. Der Botanische Garten der Universität, das Morris Arboretum, liegt nördlich der Stadtmitte.[3]

Fakultäten

Es gibt 12 Graduiertenschulen. Einige Schulen, wie die School of Arts & Sciences, sind in Fachbereiche (Chemie, Physik etc.) unterteilt.

  • Design
  • Ingenieur- und angewandte Wissenschaften
  • Kommunikationswissenschaften (Annenberg School for Communication)
  • Künste und Wissenschaften
  • Medizin
  • Pädagogik
  • Pflege
  • Rechtswissenschaften
  • Sozialpolitik und Praxis
  • Tiermedizin
  • Wirtschaftswissenschaften (Wharton School of Business)
  • Zahnmedizin

Fakultäten auf dem Bachelor-Niveau

Für Bachelor-Studenten gibt es vier verschiedene Schulen:

  • College of Arts & Sciences
  • Wharton School of Business
  • The School of Engineering and Applied Sciences
  • The Nursing School

Nach dem „One-University“-Konzept ist es Studenten nicht nur erlaubt, sondern empfohlen, Kurse in anderen Fakultäten zu besuchen. Viele Studenten profitieren von diesem Konzept, in dem sie zum Beispiel ihr Studium am College of Arts & Sciences mit Kursen von der Wharton School oder auch der Rechtsfakultät (eigentlich nur für Master-Studenten) ergänzen.

Dazu offeriert Penn vier sog. „joint degree programs“:

Diese sind besonders renommiert, da Studenten in zwei verschiedenen Schulen immatrikuliert sind.

Zulassung von Studenten

Bei der Zulassung von Bewerbern, die einen Bachelorabschluss anstreben („undergraduates“), ist Penn eine der selektivsten Universitäten in den Vereinigten Staaten. Jährlich werden nur rund 12 % der Bewerber angenommen. Von der Abschlussklasse 2015 (Beginn des Studiums im Herbst 2011) gehören 97 % der zugelassenen Bewerber zu den besten 10 % ihrer Schulklasse. Bei Studiengängen für Postgraduierte („graduate programs“) ist die Zulassungsrate unter anderem von der Reputation des jeweiligen Studiengangs abhängig.

Studiengebühren und finanzielle Unterstützung

Die Studiengebühren an der University of Pennsylvania betragen rund $ 42.098 (2011)[3] für Nichtgraduierte („undergraduates“). Nichtgraduierte werden durch Darlehen oder Stipendien von der Universität unterstützt. Doktoranden und Masterstudenten müssen im Allgemeinen keine Gebühren bezahlen und erhalten darüber hinaus Stipendien für den Lebensunterhalt. Ein Stipendium eines Doktoranden in der School of Arts and Sciences besteht aus einem Studiengebührenerlass (ca. $ 34 000), einer Krankenversicherung (ca. $ 2.200) und einem Stipendium in Höhe von ca. $ 24.500 (Akademisches Jahr 2006-2007).

Sport

Die Sportteams der University of Pennsylvania sind die Quakers. Die Hochschule ist Mitglied in der Ivy League.

Sehenswürdigkeiten auf dem Campus

Das 1887 gegründete University of Pennsylvania Museum of Archaeology and Anthropology ist ein archäologisches und anthropologisches universitätseigenes Museum und befindet sich auf dem Campus.

Berühmte Persönlichkeiten

Professoren und Dozenten

Nobelpreisträger[4]

Folgende Preisträger waren Professoren an der University of Pennsylvania zum Zeitpunkt der Preisverleihung.

  • Raymond Davis Jr. (Nobelpreis für Physik, 2002; Professor für Physik von 1985 bis 2006; Emeritus seit ?)
  • Alan G. MacDiarmid (Nobelpreis für Chemie, 2000; Professor für Chemie 1955-2007)
  • Lawrence R. Klein (Nobelpreis für Ökonomie, 1980; Professor für Ökonomie seit 1958; Emeritus seit 1991)
  • Baruch S. Blumberg (Nobelpreis für Medizin, 1976; Professor für Medizin seit 1964; Emeritus seit ?)
  • Robert Schrieffer (Nobelpreis für Physik, 1972; Professor für Physik von 1962 bis 1980)

Folgende Preisträger waren Professoren oder Forscher an der University of Pennsylvania. Die Preisverleihung fand zu einem Zeitpunkt nach oder vor ihrer Zugehörigkeit zur University of Pennsylvania statt.

  • Ragnar Granit (Nobelpreis für Medizin, 1967; Forscher von 1929 bis 1931)
  • Haldan K. Hartline (Nobelpreis für Medizin, 1967; Professor für ? von 1936 bis 1949)
  • Alan J. Heeger (Nobelpreis für Chemie, 2000; Professor für Physik von 1962 bis 1982)
  • Robert Hofstadter (Nobelpreis für Physik, 1961; Forscher von 1939 bis 40; Lehrtätigkeit 1940-41)
  • Simon Smith Kuznets (Nobelpreis für Ökonomie, 1971; Professor für Ökonomie von 1930 bis 1954)
  • Otto F. Meyerhof (Nobelpreis für Medizin, 1922; Professor für Chemie von 1940 bis 1951)
  • Edward C. Prescott (Nobelpreis für Ökonomie, 2004; Professor für Ökonomie von 1967 bis 1971)
  • Irwin A. Rose (Nobelpreis für Chemie, 2004; Professor für Chemie in den 1970er Jahren)
  • Hideki Shirakawa (Nobelpreis für Chemie, 2000; Post-Doktorand, 1976-1977)
  • Vincent du Vigneaud (Nobelpreis für Chemie, 1955; Assistent in Biochemie von 1924 bis 1925)

Penn Alumni, welche einen Nobelpreis erhalten haben sind im Abschnitt „Nennenswerte Alumni“ aufgeführt.

Dozenten

Absolventen

1. Naturwissenschaften und Medizin

2. Wirtschaft

  • Walter H. Annenberg (G’ 1931; Geschäftsmann, Philanthrop, Botschafter der USA in Großbritannien von 1968 bis 1974)
  • Leonard Bosack (BS, 1973; Mitgründer von Cisco Systems)
  • Warren Buffett (Penn-Student in den 1940er Jahren; Abschluss an einer anderen Institution; US-Investor, der einer der reichsten Männer der Welt gilt)
  • Peter Lynch (MBA, 1968; Investmentfondsmanager und Berater bei Fidelity Investments)
  • Donald J. Trump, Sr (BS, 1968; CEO der Trump Organization und Milliardär)
  • P. Roy Vagelos (BS, 1950; CEO der Merck Pharmaceuticals Inc.)
  • Stephen A. Wynn (BS, 1963; CEO der Wynn Resorts, Limited und CEO Mirage Resorts, Inc.)
  • Klaus Zumwinkel (MBA, 1971; ehemaliger CEO der Deutschen Post AG)
  • Sheena Iyengar (B.S.)

3. Politik und Justiz

4. Sport

5. Sonstiges

Weiteres

Hochschulentwicklung – „The Penn Compact“

Kern des Hochschulentwicklungsplans ist der von Präsidentin Amy Gutmann im Jahr 2004 vorgestellte „Penn Compact“. Mit diesem Plan hat sich Penn das Ziel gesetzt in Lehre, Forschung und Dienstleistung weiterhin exzellente Leistungen zu erbringen. Der „Penn Compact“ besteht aus drei Kernzielen:

  • Der Zugang von exzellenten Studenten aus allen sozialen Schichten soll durch verbesserte finanzielle Unterstützung erleichtert werden.
  • Das Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen soll stärker in Lehre und Forschung integriert werden. Dies soll unter anderem durch verstärkte Rekrutierung von international renommierten Wissenschaftlern geschehen. Diese sollen Positionen in mehreren Fakultäten innehaben um interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern.
  • Das regionale und weltweite Engagement der University of Pennsylvania soll weiter verstärkt werden. Die Hochschule soll durch die Weiterentwicklung des Campus aktiv an der städtischen Entwicklung mitwirken.[5]

Bezeichnung der Universität

Die University of Pennsylvania ist eine private Universität in Philadelphia. Die Universität wird häufig mit Pennsylvania State University (Penn State) verwechselt. Es besteht allerdings keine Verbindung zwischen diesen beiden Institutionen.

Die University of Pennsylvania hat im Jahr 2002 beschlossen, Penn als offizielle Abkürzung zu verwenden. Allerdings findet man in den englischsprachigen Medien immer noch häufig die Abkürzung UPenn.

In den deutschsprachigen Medien werden die Bezeichnungen Universität von Pennsylvania, Pennsylvania-Universität und University of Pennsylvania verwendet.

Kooperationen

Die Universität kooperiert in Deutschland u.a. mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main, insbesondere in den Fächern Wirtschaft, Finanzen und Recht.

Einzelnachweise

Literatur

  • George E. Thomas, David B. Brownlee: Building America's First University - An Historical and Architectural Guide to the University of Pennsylvania. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2000. ISBN 0-8122-3515-0 (englisch)
  • George E. Thomas: University of Pennsylvania. The Campus Guide. Princeton Architectural Press, New York 2002. ISBN 1-56898-315-8 (englisch)

Weblinks

39.953611111111-75.192777777778
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