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Kumme (Gefäß)
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Als Kumme (auch Kumm), f. pl: Kummen, wird in Norddeutschland ein henkelloses Gefäß mittlerer Größe bezeichnet, das aus Holz oder Keramik gefertigt ist. Das Wort ist im Mittelniederdeutschen belegt und bedeutet ein „rundes, tiefes Gefäß“[1] oder eine „tiefe, runde Schüssel, Holzschüssel“ bzw. „tiefe Schale, Schüssel“,[2] mnd. auch „Schale, Bottich“.[3]
Im 18. Jahrhundert gehörte die Kumme zu einem klassischen Tee- und Frühstücksservice an europäischen Höfen. Der damals kostbare Tee wurde damals aus kleinen henkellosen Koppchen getrunken und anschließend die Teeblätter in der Kumme ausgespült. Die Kummen wurden besonders in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bevorzugt mit Chinoiserien verziert.[4]
Literatur
- Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage. de Gruyter, Berlin 2002
- Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Hrsg. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
- Gloria Ehret: Porzellan. Augsburg 1992, S. 139
- Anna Christa Funk: Porzellan. Sammlung v. Laufenberg-Wittmann. Hagen 1967, S. 15
Weblinks
- Objektdatenbank Kumme van-ham.com
- Kumme mit dem Wappen des Antonio Farnese, Herzog von Parma. Museum für KUnst und Gewerbe Hamburg
- Spülkumme, Meißen um 1740. museum-digital.de
Einzelnachweise
- ↑ Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort: „Kumpf“, S. 546.
- ↑ Kumme. In: Deutsches Wörterbuch. Band 11: K – (V), S. Hirzel, Leipzig 1873 (woerterbuchnetz.de).
- ↑ Kumme. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
- ↑ Stilkunde: Koppchen 18. Jh.. In: Weltkunst, das Kunstmagazin der ZEIT. 2016-12-07 (https://www.weltkunst.de/kunstwissen/2016/12/stilkunde-koppchen).
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Kumme (Gefäß) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar. |