Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Abraham Ofer

Aus Jewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Abraham Ofer (hebräisch אברהם עופר‎; geb. 1922 in Chorostków; gest. 3. Januar 1977 in Tel Aviv, geb. als Abraham Hirsch) war ein israelischer Politiker und in der Zeit vom 3. Juni 1974 bis zu seinem freiwilligen Tode am 3. Januar 1977 Wohnungsbauminister[1] des Landes.

Leben

Abraham Ofer wurde 1922 als Abraham Hirsch in Chorostków (Polen, heute Chorostkiw in der Ukraine) geboren. Im Jahr 1933 wanderte er während der fünften Alija aus Polen in das britische Mandatsgebiet Palästina aus. Dort studierte er an der Hebräischen Universität in Jerusalem.[2] Der paramilitärischen Hagana schloss er sich im Jahr 1937 an. Er gehört zu dem Wiedergründern des Kibbuz Hamadia im Jahr 1942.[2] Ebenso gehörte er 1944 zu der Jungen Führungsmanschaft (englisch Young Leadership) der Mifleget Poalei Erez Jisrael und zu den Mitbegründern der HaKfar HaJarok (hebräisch הכפר הירוק).[3]

Während des Palästinakrieg diente er als Oberstleutnant in der israelischen Marine und war der erste Kommandeur der Eilat Naval Base. Zum Parteisekretär im Tel Aviv-Distrikt der Partei Mifleget Poalei Erez Jisrael wurde er im Jahr 1952 gewählt. Während seiner Tätigkeit im Landwirtschaftsministerium, diese begann 1958, gründete er den Geflügel-Rat (englisch Poultry Council) und wurde stellvertretender Direktor für wirtschaftliche Angelegenheiten. Er gehörte der Verhandlungsdelegation mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1964 an. Zum Ende des Jahres 1964 wurde er Generaldirektor der Ashdod Company, dem Hafenbetreiber in Aschdod. Im Jahr 1965 wurde er in den Stadtrat und zum stellvertretenden Bürgermeister von Tel Aviv gewählt. Stellvertretender Bürgermeister war er bis zu seiner Berufung als Geschäftsführer der Shikun Ovdim im Jahr 1967.[2]

Bei den Wahlen am 28. Oktober 1969 wurde er in die Siebte Knesset für die HaMa’arach, ein Wahlbündnis zwischen Mifleget Poalei Erez Jisrael und Achdut haAwoda, gewählt. In den folgenden Jahren setzte er sich für eine Änderung des Wahlsystems in Israel zum D’Hondt-Verfahren, gemeinsam mit Yohanan Bader (Gachal), ein. Das Wahlsystem wurde zur Wahl am 31. Dezember 1973 der Achten Knesset umgesetzt, in die Abraham Ofer ebenfalls einzog.[4] Bei den folgenden Koalitionsverhandlungen zur neuen Regierung[5] erhielt er das Amt des Wohnungsbauministers,[1] welches er vom 3. Juni 1974 bis zu seinem Tode am 3. Januar 1977 ausübte.

Durch Ermittlungen gegen Abraham Ofer im November/Dezember 1976, ausgelöst durch die gleichen Personen wie in der Yadlin-Affäre im Oktober 1976,[6] sah sich Abraham Ofer nicht in der Lage, wider die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu kämpfen (englisch to bear any more) und schied freiwillig am 3. Januar 1977 aus dem Leben.[7]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 All Ministers in the Ministry of Housing and Construction. In: Ministers by Ministry. Knesset, abgerufen Format invalid (english).
  2. 2,0 2,1 2,2 Abraham Ofer. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen Format invalid (english).
  3. Avraham Ofer. In: edulink.co.il. Abgerufen Format invalid (hebräisch).
  4. The Electoral System in Israel. Knesset, abgerufen Format invalid (englisch).
  5. Government 17. In: Governments of Israel. Knesset, abgerufen Format invalid (english).
  6. Misha Louvish: Israel. (PDF 453.3kB) In: American Jewish Year Book. Morris Fine, Milton Himmelfarb, 1978, S. 476, archiviert vom Original am 17. Februar 2012; abgerufen Format invalid (englisch).
  7. ISRAEL: Suicide, Scandal and Political Chaos. In: Time. , abgerufen Format invalid (englisch, Kostenpflichtiges Angebot).
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Abraham Ofer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.