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Bernd Clüver

Aus Jewiki
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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Der Junge mit der Mundharmonika
  DE 1 12.02.1973 (27 Wo.)
  AT 6 15.04.1973 (32 Wo.)
  CH 1 27.03.1973 (19 Wo.)
Der kleine Prinz (Ein Engel, der Sehnsucht heißt)
  DE 1 20.08.1973 (28 Wo.)
  AT 3 15.10.1973 (24 Wo.)
  CH 4 12.09.1973 (17 Wo.)
Das Tor zum Garten der Träume
  DE 7 25.03.1974 (20 Wo.)
  AT 16 15.05.1974 (4 Wo.)
Bevor du einschläfst (Tausend kleine Sterne)
  DE 6 21.10.1974 (18 Wo.)
  AT 15 15.01.1975 (4 Wo.)
Ich schenk' dir mein Geheimnis
  DE 43 12.05.1975 (2 Wo.)
Ein fremdes Mädchen
  DE 38 12.01.1976 (6 Wo.)
Mike und sein Freund (Under One Roof)
  DE 44 22.11.1976 (1 Wo.)
Mexican Girl
  DE 39 08.01.1979 (2 Wo.)

Bernd Clüver (geb. 10. April 1948 in Hildesheim; gest. 28. Juli 2011 in Palma, Spanien) war ein deutscher Schlagersänger.

Künstlerisches Wirken

Nach dem Abitur und der Bundeswehrzeit studierte er fünf Semester Rechtswissenschaft an der Universität Heidelberg. Zu dieser Zeit widmete er sich bereits der Musik. Seine Karriere als Sänger begann beim Talentschuppen auf der Funkausstellung 1971 in Berlin. Im September 1971 folgte ein Plattenvertrag beim Label Hansa. Mit dem Titel Sie kommt wieder trat er im Mai 1972 erstmals in der ZDF-Hitparade auf. Am 20. Januar 1973 stellte er dort den Song Der Junge mit der Mundharmonika vor, mit dem ihm sein erster Nr.1-Hit gelang. Es handelte sich um die deutsche Coverversion des spanischen Nummer-eins-Hits El Chico De La Armonica von Micky vom März 1972, der in seiner deutschen Version nach Veröffentlichung im Februar 1973 über 500.000 Mal verkauft wurde. Mit Der kleine Prinz hatte er im gleichen Jahr einen zweiten Nr.1-Hit in den deutschen Verkaufshitparaden. Mit beiden Songs war er auch in einigen Nachbarländern sehr erfolgreich. Danach folgten zwei weitere Top-10-Hits: Bevor du einschläfst und Das Tor zum Garten der Träume. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere spielte er 1974 auch die männliche Hauptrolle in dem letzten, wenig erfolgreichen Schlagerfilm Zwei im siebenten Himmel. Bis 1979 konnte er noch vier weitere Lieder in den Verkaufslisten platzieren.

Aufmerksamkeit erregte Bernd Clüver im Oktober 1976 durch die Veröffentlichung der Single Mike und sein Freund, eine Coverversion des Rubettes-Titels Under One Roof. Erstmals sang ein deutscher Schlagersänger über Homosexualität. Obwohl das Lied in den deutschen Charts bis auf Rang 44 stieg, durfte er damit weder in der ZDF-Hitparade noch in der Sendung disco auftreten. Vielmehr musste der Sänger „landauf, landab in Interviews versichern, daß er nicht ‚so‘ sei.“[1]

Bernd Clüver beteiligte sich auch zweimal an deutschen Vorentscheidungen zum Eurovision Song Contest: 1983 wurde er mit dem von Dieter Bohlen geschriebenen Titel Mit 17 Dritter und 1985 mit Der Wind von Palermo Fünfter.

Insgesamt verkaufte er über 10 Millionen Tonträger, hatte über 5000 Auftritte auf europäischen Bühnen und gewann zahlreiche Preise. Neben seiner Arbeit als Schlagersänger hatte er auch Erfolg als Rundfunkmoderator, unter anderem beim Südwestfunk Baden-Baden. Er war auch für sich und andere Künstler als Texter tätig.

Insgesamt veröffentlichte er 17 Studioalben (bei den Plattenfirma Bellaphon, ab 1993 beim Label, Global Records‘ (Vertrieb: Sony BMG) und ab 2002 beim eigenen Label mit Namen ,Phenomenia Records‘). Das einzige Studioalbum, das Clüver auf seinem eigenen Label veröffentlichte, erschien im Januar 2007 und hieß Offen & Ehrlich.

Privatleben

In erster Ehe war Clüver mit dem Model Ute Kittelberger verheiratet und wohnte in Mannheim. Später lebte er mit seiner zweiten Frau Anja Hörnich, Miss Germany 1986/87 und Queen of Europe 1987, bei Llucmajor auf Mallorca und in Westerstede. Das Paar wurde im März 2011 geschieden. Clüver starb an den Folgen eines Treppensturzes.[2] Die Urne wurde in der Nordsee beigesetzt.[3]

Auszeichnungen

  • Bravo Otto
    • 1973: „Silber“ in der Kategorie „Beliebtester Sänger“
    • 1974: „Silber“ in der Kategorie „Beliebtester Sänger“
  • Goldene Stimmgabel
    • 1981, 1985, 1991
  • Goldene Europa
    • 1973: für „Förderungswürdigster Nachwuchskünstler“
    • 1974: für „Beliebtester Interpret“
  • Löwe von Radio Luxemburg
    • 1973: „Gold“ für das Lied „Der Junge mit der Mundharmonika“
    • 1974: „Gold“ für das Lied „Der Kleine Prinz“
    • 1974: „Bronze“ für das Lied „Das Tor zum Garten der Träume“
  • Platin-Schallplatte
    • für 1.000.000 verkaufte Exemplare von „Das goldene Herz (für Kinder) - Die Superhitparade“
  • Goldene Schallplatte
    • für 1.000.000 verkaufte Exemplare von „Der Junge mit der Mundharmonika“ (Single) - weltweit fast 2 Millionen mal verkauft
    • für 1.000.000 verkaufte Exemplare von „Der kleine Prinz“
    • für 500.000 verkaufte Exemplare von „Der Junge mit der Mundharmonika“ (Album)
  • Sonstige
    • 1973: „Goldene Hansa-Kogge“ als erfolgreichster Interpret der Schallplattenfirma HANSA
    • 1973: „Musikpoll“ (Vorläufer des „Echo“) als erfolgreichster Sänger
    • 1973: Ehrenring der Zeitschrift „Musikinformation“ als beliebtester Sänger
    • 1993: „Schlagerdiamant“ – Deutscher Schlagerpreis von NDR 1 Welle Nord
    • 2002: Charivari-„Schlagerherz“
    • „Goldene Mundharmonika“ von den Hohner-Werken für 500.000 verkaufte Singles „Der Junge mit der Mundharmonika“
    • „Goldenes Mikrophon“
    • „Goldene CD“ als Autor für „Königin der Nacht“ (Interpret: Peter Orloff)

Literatur

  • Elmar Kraushaar: Rote Lippen. Die ganze Welt des deutschen Schlagers, Reinbek bei Hamburg 1983

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Elmar Kraushaar: Rote Lippen. Die ganze Welt des deutschen Schlagers. Reinbek bei Hamburg 1983, S. 119
  2. Treppensturz: Schlagerstar Bernd Clüver stirbt auf Mallorca, mallorcazeitung.es, abgerufen am 28. Juli 2011
  3. http://www.stern.de/lifestyle/leute/seebestattung-bernd-cluever-findet-letzte-ruhe-auf-hoher-see-1719583.html
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Bernd Clüver aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.