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Wolfgang Fienhold

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Wolfgang G. Fienhold (* 10. September 1950 in Darmstadt; † 19. Februar 2011 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Autor.

Leben

Sein Studium der Sozialwissenschaften brach er ab. Er war Herausgeber der Zeitschriften „Gummibaum“ und „Nonsenf“, arbeitete an diversen Anthologien mit und erhielt einige Literatur- und Förderpreise. In den 1980er Jahren lud Fienhold zu einem Stammtisch für Autoren in die Frankfurter Romanfabrik ein. 2007 erkrankte er an Krebs, an dessen Folgen er im Februar 2011 verstarb.[1]

Werk und Wirkung

Der Film Die flambierte Frau des Regisseurs Robert van Ackeren aus dem Jahr 1983 basiert auf dem gleichnamigen Roman Fienholds. „Seine ausufernde Phantasie, seine satirischen Werke mit oft sehr bissigen Bemerkungen zu aktuellen Themen und seine genialen Parodien haben in Deutschland eine eigene Fangemeinde gefunden.“[2] Zu den ersten, die Fienhold diesbezüglich schätzten, gehörte Hans Otfried Dittmer. Als dieser in den siebziger Jahren eine Reihe von in der damaligen Alternativszene prominenten Personen wie Hadayatullah Hübsch und Volker Zotz zusammenführen und für seine Verlagsedition Dittmer gewinnen konnte, gehörte auch Fienhold zur Gruppe seiner Autoren.[3] Hadayatullah Hübsch urteilte über den Lyriker Fienhold, dieser vermöge "bisweilen in aufflackernder Klarheit einen Herzenszustand zu verdichten."[4]

Werke

  • Ruhe sanft. Kurzgeschichten, Edition Federfuchs, Frankfurt am Main 1978
  • Draußen auf Terra. Kurzgeschichten, Verlagsedition Dittmer, Hann. Münden 1979, ISBN 3-88297-045-6
  • Manchmal ist mir kein Schuh zu groß. Gedichte, Pawel-Pan-Presse, Dreieich 1979, ISBN 3-921454-23-9
  • Die flambierte Frau. Roman, Heyne-Verlag, München 1983 (1. bis 5. Auflage), 1985 (6. Auflage), 1986 (7. Auflage), 1989 (8. Auflage), ISBN 3-453-01826-5; Röschen-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-9809915-8-2
  • Das Buch vom Zocken. Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-8218-1022-X; Ullstein-Verlag, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-548-34275-2
  • Arbeitslos. Sachbuch, Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-8218-2002-0
  • Nachdurst. Gedichte, Spectrum-Verlag, Stuttgart 1984
  • Orcan von Choleria: die unglaublichen Abenteuer eines Fantasy-Barbaren. Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg 1985, ISBN 3-499-15486-2; G. Meyer's Taschenbuch Verlag, Hanau 2003, ISBN 3-934193-51-X
  • Peepshow auf der Wega. Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg 1986, ISBN 3-499-15676-8
  • Michael Anfang – Die endliche Geschichte. Goldmann-Verlag, München 1985, ISBN 3-442-23876-5
  • Der Frosch mit der Glatze. Goldmann-Verlag, München 1986, ISBN 3-442-05006-5
  • Der Schwarzwald-Puff. Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-8218-1800-X
  • Was ist der Mensch wert? Körperteile, Ersatzteile, Schmerzen, Beleidigungen. Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-8218-1057-2
  • Kindheitsverluste. Brandes und Apsel Verlag, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-925798-57-9
  • Das neue Lexikon der Rache. Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8218-1094-7
  • Geld zurück! Die Kunst, erfolgreich zu reklamieren. Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-8218-1208-7
  • Wie man Beamte ärgert: ein freches Gesellschaftsspiel. Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-8218-1240-0
  • Wie man dem Staat in die Tasche langt. Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-8218-1241-9
  • Geld machen – aber richtig!. Sachbuch, Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-8218-1242-7
  • Goethe, Charlotte und ich. Erzählungen, Pendragon-Verlag, Bielefeld 1997, ISBN 3-929096-43-9
  • Der Tod ist eine schöne alte Frau. Klaus Bielefeld Verlag, Friedland 2002, ISBN 3-89833-102-4
  • Der grosse Konk. G. Meyer's Taschenbuch Verlag, Hanau 2004, ISBN 3-934193-52-8
  • Als wäre es gestern gewesen, als könnte es morgen sein. Lerato-Verlag, Oschersleben 2007, ISBN 978-3-938882-41-2
  • Michael Anfang – Die endliche Geschichte / Peepshow auf der Wega. Zwei Romane, Verein zur Förderung des Literaturschaffens und des kulturellen Austauschs zwischen Deutschen und Polen, Depot Literaturverlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-940640-02-4
  • Zombies Welt. Gedichte, Verein zur Förderung des Literaturschaffens und des kulturellen Austauschs zwischen Deutschen und Polen, Depot Literaturverlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-940640-05-5
  • Kaputt in Frankfurt. Harry doesn't mind. Röschen-Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-940908-00-1
  • Mainhattan-Deals: der Schweinebauchpate - das Original. Flamingo Meinhold, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-00-027335-3
  • Dem Tod auf die Schippe springen : böse Krankenhausgeschichten. Flamingo Meinhold, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-00-029181-4
  • Die wahre Geschichte von Saulus & Paulus. Razamba, Boppard 2010, ISBN 978-3-941725-09-6
  • Über den Tod hinaus. Gedichte, Verein zur Förderung des Literaturschaffens und des kulturellen Austauschs zwischen Deutschen und Polen, Berlin 2010, ISBN 978-3-940640-23-9
  • Die wahre Geschichte vom Treffen im Jenseits. Razamba, Boppard 2010, ISBN 978-3-941725-11-9
  • Tumoreske. Sieben-Verlag, Ober-Ramstadt 2010, ISBN 978-3-940235-96-1
  • Die wahren Geschichten von Karl May, Karl Marx, Mozart, Wagner, Hera und Zeus. Verein zur Förderung des Literaturschaffens und des kulturellen Austauschs zwischen Deutschen und Polen, Berlin 2011, ISBN 978-3-940640-41-3

Einzelnachweise

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. Februar 2011, abgerufen am 30. April 2011
  2. Matthias Haucke: Schriftsteller Wolfgang G. Fienhold gestorben. Nachrichten.com 22. Februar 2011 (abgerufen am 30. September 2012)
  3. Wolfgang Fienhold: Draußen auf Terra. Hann. Münden: Dittmer 1979, ISBN 3-88297-045-6
  4. Wolfgang Fienhold gestorben. FAZ, 23. Februar 2011 (abgerufen am 30. September 2012)

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Wolfgang Fienhold aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.