Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Schöngeising

Aus Jewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schöngeising
Schöngeising
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schöngeising hervorgehoben
48.13895399472211.206065416389530
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Fürstenfeldbruck
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Grafrath
Höhe: 530 m ü. NN
Einwohner:

1.882 (31. Dez. 2011)[1]

Postleitzahl: 82296
Vorwahl: 08141
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 79 147
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amperstraße 22
82296 Schöngeising
Webpräsenz: www.schoengeising.de
Erster Bürgermeister: Thomas Totzauer (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Schöngeising im Landkreis Fürstenfeldbruck
Karte
Schöngeising von Süden

Schöngeising ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Grafrath.

Geographie

Lage

Die Gemeinde liegt rund sieben Kilometer südwestlich von Fürstenfeldbruck und 30 Kilometer westlich von München.

Gemeindeteile

Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Gewässer

Klima

Schöngeising kann dem mitteleuropäischen Übergangsklima zugerechnet werden. So treten zwar Wetterextreme des Kontinentalklimas eher selten auf, doch ist zu beobachten, dass gerade die Winter oft strenger sind als im Westen Deutschlands. Auch fällt meist mehr Schnee als in vielen anderen deutschen Gegenden. Ein Grund hierfür ist die Höhenlage von mehr als 500 Metern über NN. Im Sommer wiederum kann es oft heißer werden als z. B. an der Nordseeküste, da der kühlende Effekt einer großen Wassermasse fehlt. Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleuropäische und die Donau als regionale Wetterscheide. Durch diese Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Der Föhn bringt das ganze Jahr hindurch aus südlicher Richtung unregelmäßig warme, trockene Luftströmungen nach Schöngeising. Das Kleinklima des Dorfes wird von der Amper mitbestimmt.

Geschichte

Zahlreiche Funde, Hügel- und Brandgräber in der nächsten Umgebung, sprechen für eine Nutzung des Raumes von der ältesten Bronze- bis Hallstattzeit, Viereckschanzen haben sich aus der Laténezeit erhalten. In der Römerzeit befand sich hier ein Kreuzungspunkt von Römerstraßen mit einer Straßenstation und einer Brücke über die Amper. Sie befand sich an einer Straße vom Norden Richtung Kempten und Partenkirchen und einer West-Ost-Verbindung, der archäologisch erschlossenen Via Julia von Augsburg nach Salzburg. Die Identifizierung Schöngeisings mit der Station Ambra am Übergang der im Gelände nachweisbaren römischen Fernstraße über die Amper (=lat. Ambra) wurde in einem umstrittenen[3] Forschungsbeitrag als „unwahrscheinlich“ bezeichnet.[4][5] Grabungen und Funde deuten jedoch auf eine römische Besiedlung bis zum 4. Jahrhundert hin. Die urkundliche Erstnennung von Schöngeising erfolgte 763 als Kisingas, was so viel wie „bei den Leuten des Giso“ bedeutet. Der Zusatz „Schön“ kam erst später hinzu, um den Ort vom sumpfigen Kottgeisering zu unterscheiden. Der Jexhof wurde erstmals 1433 erwähnt, der Zellhof 1314. 1818 wurde die Gemeinde aus den heutigen Ortsteilen und zusätzlich Grafrath gebildet. Letzteres wurde 1849 der Gemeinde Unteralting zugeschlagen.

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1540 auf 1880 um 340 Einwohner bzw. um 22,1 %.

Archiv

Das Archiv der Gemeinde, das sich im Scherrerhaus befindet, wurde im Jahr 2014 von dem Archivar Harry Grünbeck neu geordnet.[6]

Politik

Gemeinderat

Rathaus Scherrerhaus 48.13911.20631

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern mit folgender Sitzverteilung (Stand: 2020)[7]:

Partei / Liste Stimmen % Sitze
Freie Wähler 41,7 % 5
CSU 25,0 % 3
Bündnis 90/Die Grünen 25,0 % 3
SPD 8,3 % 1

Bürgermeister

Das Amt des ersten Bürgermeisters bekleidet seit 1. Mai 2014 Thomas Totzauer (FW). Thomas Betz (FW) ist der zweite Bürgermeister.

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}} |100px|links|Wappen von Schöngeising]] Blasonierung:

„Sechsmal geständert von Blau, Silber, Grün, Silber, Grün und Silber, überdeckt mit einem von Silber und Rot in zwei Reihen geschachten Balken; oben ein goldenes Balkenkreuz, unten ein rotes Kleeblattkreuz.“

Partnergemeinden

Verkehr

Schöngeising ist über den Haltepunkt Schöngeising an der Bahnstrecke München–Buchloe an die Linie S4 Geltendorf–Trudering der S-Bahn München angeschlossen. Über die Bundesstraße 471 besteht eine Verbindung zur Bundesautobahn A96 München-Lindau, Anschlussstelle Inning und nach Fürstenfeldbruck sowie weiter zur A8 München-Stuttgart-Karlsruhe an der Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck.

Besondere Bauwerke

Wasserkraftwerk an der Amper 48.13732911.20775
St. Johannes der Täufer 48.13665911.211757
  • Auf dem Gemeindegebiet befinden sich die Überreste der Sunderburg.
  • Am östlichen Ortsrand findet sich die 1709 geweihte katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist. Der barocke Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss, angefügter zweigeschossiger Sakristei und einer Zwiebelhaube auf dem Nordturm wurde 1683 bis 1699 neu errichtet. Vorher stand an dieser Stelle eine ebenfalls dem Heiligen Johannes geweihte Taufkirche im zunächst romanischen, später gotischen Stil die erstmals im 10. Jahrhundert urkundliche Erwähnung fand. Der Münchner Maler G. Lachner gestaltete 1861 neben dem Deckenbild Johannes der Täufer am Jordan, den Kreuzweg, die Darstellung des Heiligen Joseph und das Bildnis Mariä unbefleckte Empfängnis. Den Sakralbau umgibt ein Friedhof. Der Kirche gegenüber liegt das 1993 errichtete Pfarrhaus.
St. Vitus im Zellhof 48.14376511.21754
  • Außerhalb des Ortskerns, in östlicher Richtung steht die kleine, ursprünglich romanische Kapelle St. Vitus im Zellweg, die erstmals im 13. Jahrhundert Erwähnung fand. Das sakrale Gebäude steht am Ende einer schmalen Asphaltstraße, die als gekiester Radweg weiter entlang der Amper, am Tierheim vorbei nach Fürstenfeldbruck zum Kloster Fürstenfeld führt. Das später barockisierte Gebäude ist von einer niedrigen Friedhofsmauer umgeben. In ihm finden sich zahlreiche, zwischenzeitlich aufgelassene Gräber mit schmiedeeisernen Grabkreuzen. Die Kapelle erfuhr zwischen den Jahren 1971 bis 1975 und letztlich 1993 eine Gesamtrenovierung.


Bodendenkmäler

Weblinks

 Commons: Schöngeising – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. Gemeinde Schöngeising in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 10. September 2019.
  3. Irmtraut Heitmeier: Die römischen Fernstraßen zwischen Iller und Salzach nach dem Itinerarium Antonini und der Tabula Peutingeriana. Neue Forschungsergebnisse zu den Routenführungen. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Kommission für bayerische Landesgeschichte, 12. Januar 2009, archiviert vom Original am 12. März 2017; abgerufen am 7. November 2017 (Rezension).
  4. Hans Bauer: Die römischen Fernstrassen zwischen Iller und Salzach nach dem Itinerarium Antonini und der Tabula Peutingeriana. Neue Forschungsergebnisse zu den Routenführungen. München 2007, S. 52ff und 103. Und Artur Adam: Römische Reisewege und Stationsnamen im südöstlichen Deutschland, in: Beiträge zur Namenforschung. Neue Folge 11 (1976), S. 1–59.
  5. Routenkarten von Hans Bauer, abgerufen am 18. Oktober 2016
  6. siehe Ulrike Osman: Er macht aus alten Akten ein echtes Archiv, in: Münchner Merkur, Wochenende 26./27. April 2014
  7. https://www.schoengeising.de/Gemeinderat.n154.html?gid=-1 Website der Gemeinde Schöngeising:Gemeinderat. Abgerufen am 23. Oktober 2020.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Schöngeising aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.